Nemzow-Bericht: Über 200 gefallene russische Soldaten in der Ukraine

Ein posthum veröffentlichter Bericht des russischen Oppositionspolitikers Boris Nemzow gibt an, dass 220 russische Soldaten in der Ukraine gefallen sein sollen. Der Krieg habe Russland knapp 900 Millionen Dollar gekostet.

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Mindestens 220 russische Soldaten sollen nach einem posthum veröffentlichten Bericht des ermordeten Oppositionspolitikers Boris Nemzow im Krieg in der Ostukraine getötet worden sein. Die Männer seien zunächst formell aus der russischen Armee ausgeschieden und hätten dann im vergangenen Jahr als «Freiwillige» aufseiten der prorussischen Separatisten gekämpft, heißt es in dem Dokument, das Vertraute Nemzows am Dienstag in Moskau vorstellten.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte nach Angaben der Agentur Interfax, er habe den Bericht bisher nicht gelesen. Russland hat sich bisher zweideutig darüber geäu0ert, in welchem Ausmaß die russische Armee oder deren Angehörige in die Kämpfe in der Ost-Ukraine verwickelt sind.

Nach Nemzows Darstellung soll die Unterstützung der Aufständischen Russland bisher mehr als eine Milliarde US-Dollar (rund 890 Millionen Euro) gekostet haben. Der 64-seitige Bericht «Putin. Krieg» war das letzte Projekt, an dem der Ex-Vize-Regierungschef vor seiner Ermordung in Moskau Ende Februar gearbeitet hatte.

Die Ermordung des 55-jährigen Nemzow löste weltweit Bestürzung aus. Mehrere Tatverdächtige sitzen in Moskau in Untersuchungshaft. Das Verbrechen ist bis heute nicht aufgeklärt.

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