EU-Steuergelder weg: Staatliche Eisenbahn der Ukraine meldet Insolvenz an

Die staatliche ukrainische Eisenbahngesellschaft hat Insolvenz angemeldet. Ein Teil der Schulden soll restrukturiert werden. Der Zahlungsausfall betrifft Anleihen in Höhe von 500 Millionen Dollar. Der europäische Steuerzahler hat allein im vergangenen Jahr 200 Millionen Euro in die Ukraine überwiesen, damit die Eisenbahnstrecken saniert werden.

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Die staatliche Eisenbahngesellschaft der Ukraine (Ukrzaliznytsia) hat am Freitag Insolvenz angemeldet. Sie sei nicht mehr imstande, ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern nachzukommen, berichtet Ukrzaliznytsia in einer Mitteilung. Der Zahlungsausfall betrifft Anleihen in Höhe von 500 Millionen Dollar, die zu einem Satz von 9,5 Prozent begeben und verkauft wurden und 2018 fällig werden. Die Gesellschaft plant nun eine Schulden-Restrukturierung. Die Gläubiger sollen aus dem Inland stammen.

Ausschlaggebend für stetig sinkende Umsätze von Ukrzaliznytsia soll der Konflikt im Osten der Ukraine sein. Im Verlauf der Krise sei es immer wieder zu Betriebsstörungen gekommen, die sich nachteilig auf das Geschäft ausgewirkt hätten. Unklar bleibt, ob die Eisenbahnstrecken in Donezk und Lugansk künftig von der staatlichen Gesellschaft weiterbetrieben werden sollen.

Am 1. Februar 2015 hatte Ukrzaliznytsia die Beförderungsgebühren für alle Gütergruppen – außer Kohle – um 30 Prozent angehoben. Im vergangenen Jahr hatte die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) einen Kredit in Höhe von 200 Millionen Euro freigegeben, mit dem die Eisenbahnstrecken und die Straßen der Ukraine saniert werden sollten, berichtet Bloomberg.

 

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