Wirtschafts-Spionage: USA ermitteln gegen Professoren aus China

Die US-Behörden haben Ermittlungen gegen sechs Chinesen eingeleitet. Ihnen wird Industrie-Spionage vorgeworfen. Sie sollen eine hochsensible Handy-Technologie geklaut und an die Regierung in Peking weitergegeben haben. Den Männern droht bis zu 50 Jahre Haft.

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Das US-Justizministerium hat Ermittlungen gegen sechs Chinesen, unter denen sich zwei Hochschulprofessoren der Tianjin Universität befinden, in die Wege geleitet. Ihnen wird Wirtschafts-Spionage vorgeworfen, berichtet Bloomberg.

Im Detail sollen sie sich des Diebstahls von Handy-Technologien aus zwei US-Firmen schuldig gemacht haben. Bei den geschädigten Unternehmen handelt es sich um Avago Technologies Ltd. und Skyworks Solutions Inc. Die Verdächtigen sollen das erworbene Know-how an die chinesische Regierung weitergeleitet haben. Die betroffene Technologie wird nicht nur im zivilen, sondern auch im militärischen Bereich eingesetzt. Bei einer Verurteilung drohen den sechs Chinesen bis zu 50 Jahre Haft.

China treibt seit geraumer Zeit den Umbau der Wirtschaft mit einer Modernisierungsoffensive voran. Das Kabinett in Peking veröffentlichte am Dienstag Details der „Made in China 2025“-Strategie. Damit soll sich China binnen zehn Jahren von einem Billigproduzenten zu einem High-Tech-Standort wandeln. Verstärkt gefördert sollen künftig etwa Raumfahrt, Mobilfunk, Datenverarbeitung, Internethandel, Biotechnologie, Hochgeschwindigkeitszüge und erneuerbare Energien werden.

 

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