Konkurrenz zu Tesla: Daimler verkauft künftig Speicher-Batterien

Daimler will mit stationären Energiespeichern ein alternatives Geschäftsfeld aufbauen. Der Autobauer folgt damit dem Beispiel des US-Rivalen Tesla. Die Akkus speichern überschüssige Sonnenenergie aus privaten Solaranlagen.

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Daimler will für seinen Batterie-Produzenten Deutsche Accumotive mit stationären Energiespeichern ein alternatives Geschäftsfeld aufbauen und folgt damit dem Beispiel des US-Elektroautobauers Tesla. Die Deutsche Accumotive werde ab Sommer Lithium-Ionen-Speicher an Unternehmens- und Privatkunden vertreiben, teilte Daimler am Donnerstag mit. Der erste industrielle Großspeicher werde bereits gemeinsam von den Energiedienstleistern Getec und The Mobility House betrieben. Die Speicher nehmen überschüssige Sonnenenergie auf und können Schwankungen im Stromnetz ausgleichen. Auch Tesla setzt auf das Geschäft mit Stromspeichern für Privathaushalte.

Hauptgeschäft der Deutschen Accumotive ist die Herstellung von Antriebsbatterien für Elektro- und Hybridfahrzeuge der Marke mit dem Stern. Daimler hatte das Unternehmen 2009 mit dem Chemiekonzern Evonik gegründet, der aus dem Batteriegeschäft jedoch ausstieg. Die separate Batteriezellenproduktion im Tochterunternehmen Li-Tec stellte der Autokonzern ein, da diese im Vergleich zur Konkurrenz aus Südkorea zu teuer waren.

Die Batterieproduktion in Deutschland sei jedoch ein Zukunftsmodell, das zeige das Beispiel Energiespeicher, erklärte Harald Kröger, Leiter Entwicklung Elektrik von Mercedes-Benz. Daimler steckt deshalb in die Accumotive, die in Nabern bei Stuttgart entwickelt und im sächsischen Kamenz produziert, rund 100 Millionen Euro. In diesem Jahr wird die dritte Produktionshalle fertiggestellt. Die Zahl der Mitarbeiter soll sich bis zum kommenden Jahr auf rund 500 verdoppeln.

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