Streit über Zeitpunkt: US-Notenbank über Zins-Erhöhung gespalten

Die US-Notenbank ist offenbar unentschlossen, wann sie die Zinsen wieder erhöhen soll: Ein führender Fed-Mann sagte, es wäre ein Fehler, die Zinsen bereits in diesem Jahr zu erhöhen. Dies könnte bedeuten, dass die Zentralbank nicht weiß, wie sie aus der Spirale des Gelddruckens herauskommen soll.

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Die US-Notenbank sollte sich einem führenden Fed-Mitglied zufolge noch viel Zeit mit der Zinswende lassen. Eine Anhebung der Leitzinsen in diesem Jahr wäre ein Fehler, sagte der Chef der Notenbank von Minneapolis, Narayana Kocherlakota, am Donnerstag. Eine Erhöhung des Schlüsselzinses 2015 wäre außerdem nicht mit dem Mandat der Federal Reserve vereinbar. Die Fed müsse dabei außerordentlich geduldig sein, damit der Arbeitsmarkt wieder so stark wie vor der Finazkrise 2006 werden könne. Um Vollbeschäftigung zu erreichen, seien drei Jahre wie 2014 notwendig.

Kocherlakota vertritt damit eine andere Meinung als viele seiner Fed-Kollegen und Notenbankchefin Janet Yellen. Diese wollen die Zinswende bereits im laufenden Jahr einleiten, da sich der Arbeitsmarkt verbessert und damit positiven Druck auf die sehr niedrige Inflation ausübt. Einige Fed-Vertreter plädieren dafür, bereits im Juni diesen Schritt zu gehen. Allerdings haben sich in den vergangenen Wochen jene Stimmen gemehrt, die für eine Verschiebung nach hinten plädierten – nicht zuletzt, weil die US-Arbeitsmarktdaten nicht so gut wie erwartet ausfielen.

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