US-Geheimdienste verweigern Bundeswehr Unterstützung im Irak

Die US-Geheimdienste spielen im Konflikt mit Deutschland weiter Hardball: Sie verweigern den deutschen Bundeswehr-Soldaten im Irak die angeforderte Unterstützung. Als Begründung heißt es: Man habe Sorge, dass die Technologie in den Besitz des als unzuverlässig eingestuften Untersuchungsausschuss des Bundestags geraten könnte.

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Nach einer Reihe von Indiskretionen aus dem NSA-Untersuchungsausschuss haben die US-Geheimdienste nach Informationen der Bild-Zeitung eine wichtige Kooperation mit dem BND zum Schutz von Bundeswehr-Soldaten im nordirakischen Erbil eingefroren. Wie das Blatt am Mittwoch unter Berufung auf informierte Kreise berichtet, geht es dabei um Aufklärungs- und Überwachungs- Technologie aus den USA, die zum Schutz der Bundeswehr-Angehörigen benötigt wird, die in Erbil kurdische Kämpfer ausbilden. Auf ein vor Wochen gestelltes Ersuchen um technische Zusammenarbeit habe die amerikanische Seite bisher nicht geantwortet.

Ein amerikanischer Geheimdienstmitarbeiter äußerte sich bei «Bild» besorgt über die Geheimhaltung der Hochleistungstechnik. «Auf unserer Seite besteht die Sorge, dass solche Hardware Teil des deutschen Untersuchungsausschusses werden könnte. Solange dieses Risiko besteht, scheint es schwer vorstellbar, dass wir sensible Technologie zur Verfügung stellen.»

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