Frankreich pumpt 200 Millionen Euro in die Wirtschaft

Die französische Regierung will einen weiteren Einbruch bei den Arbeitsplätzen verhindern und pumpt 200 Millionen Euro aus Steuergeldern in die Wirtschaft.

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Frankreich will mit einer Reihe von Arbeitsmarktreformen für mehr Jobs in kleinen und mittelständischen Firmen sorgen. Dabei gehe es vor allem darum, rechtliche und praktische Hürden für Neueinstellungen abzubauen, sagte Ministerpräsident Manuel Valls am Dienstag. Die Arbeitslosigkeit liegt in Frankreich trotz anziehender Wirtschaft weiter über zehn Prozent.

Zu den jetzt beschlossenen Maßnahmen gehört eine Reduzierung bestimmter Steuern und Sozialabgaben. Außerdem wird der Abschluss befristeter Arbeitsverträge erleichtert. Damit soll die hohe Hürde von Kündigungen bei unbefristeten Verträgen umgangen werden. Neueinstellungen werden vom Staat für eine gewisse Zeit finanziell unterstützt. Außerdem sollen die Strafen für ungerechtfertigte Kündigungen begrenzt werden. Damit verspricht sich die Regierung mehr Rechtssicherheit für die Firmen und eine Verkürzung der Kündigungsschutzprozesse.

Die Maßnahmen richten sich an die etwa 2,1 Millionen Kleinstunternehmen sowie die 140.000 Mittelständler. Das Programm kostet den Staat laut Wirtschaftsminister Emmanuel Macron rund 200 Millionen Euro. Die Initiative der sozialistischen Regierung zum Aufbrechen verkrusteter Strukturen am Arbeitsmarkt gelten als Lackmustest für die Fähigkeit Frankreichs zu Reformen, die insbesondere die EU-Kommission angemahnt hat.

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