Athen: Oppositions-Parteien wollen Tsipras stürzen

Die von der Syriza besiegten Konservativen und die Pasok wollen das Chaos nützen und Premier Tsipras stürzen. Auf sie setzen auch die Euro-Retter.

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Während das griechische Parlament über das Referendum diskutiert, planen der Chef der Nea Dimokratia, Ex-Ministerpräsident Antonis Samaras und die neue Pasok-Chefin Fofi Gennimata angeblich, gemeinsam mit der pro-EU-Partei To Potami eine Allianz, um die Syriza-Koalition zu stürzen. Sie wollen eine „pro-europäische Front“ gründen, berichten griechische Medien. Dazu erwägen sie offenbar diverse verfahrenstechnische Tricks. Welche Rolle der griechische Staatspräsident spielt, ist unklar.

Die EU setzt durchaus auf einen Regierungswechsel, um die unliebsame Syriza loszuwerden. So war der Chef der To Potami erst vor ein paar Tagen in Brüssel von EU-Kommissar Moscovici empfangen worden.

Das Parlament in Athen debattiert unterdessen weiter über ein Referendum zum geforderten Austeritäts-Programm. Die Abgeordneten diskutierten am Samstagnachmittag unter anderem darüber, ob das von Regierungschef Alexis Tsipras für Sonntag kommender Woche angekündigte Referendum über das von den Geldgebern geforderte Sparprogramm überhaupt verfassungskonform sei.

Aus Sicht der oppositionellen sozialistischen Partei Pasok darf über Finanzfragen keine Volksabstimmung durchgeführt werden. Zudem sei die Fragestellung irreführend.

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