Euroskeptiker in Europa wollen „Ketten des Euro sprengen“

Die euroskeptischen Parteien erwarten sich vom Konflikt zwischen der EU und Griechenland Auftrieb: Man sehe, dass die gemeinsame Währung nicht funktioniere. Sie hoffen auf das baldige Ende des Euro und der Austerität.

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In Frankreich sagte der Vizepräsident des Front National, Florian Philippot: „Ich hoffe, wir werden bald den ersten historischen Rückschlag für die Europäische Union erleben.“ In Spanien erklärte die linkspopulistische Podemos, Tsipras habe sich vorbildlich mit dem angekündigten Volksentscheid über die Reformauflagen der Geldgeber verhalten. In Europa würde gegenwärtig eine Regierung des Volkes gegen eine Regierung der Märkte kämpfen. „Wir sind auf der Seite der Demokratie, wir sind auf der Seite des griechischen Volkes“, hieß es in einer Stellungnahme.

In Italien lobte der Chef der Lega Nord, Matteo Salvini, Tsipras Widerstand. „Mit einer Währung, die nicht funktioniert, kann nichts erreicht werden“, erklärte er. Abgeordnete der gegen das politische Establishment gerichteten Bewegung Fünf Sterne, die nach Umfragen die zweitstärkste Kraft in Italien ist, erklärten: „Sehr bald wird Südeuropa endgültig die Ketten des Euro und der Sparpolitik sprengen.“

In Deutschland machte AfD-Chef Bernd Lucke die „Altparteien“ für den wahrscheinlicher gewordenen Staatsbankrott Griechenlands und den damit verbundenen Milliarden-Verlusten für deutsche Steuerzahler verantwortlich. Er forderte deswegen den Rücktritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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