Toyotas Kommunikationschefin nach Festnahme zurückgetreten

Die Kommunikations-Chefin des japanischen Automobilkonzerns Toyota, Julie Hamp, ist zurückgetreten. Zuvor wurde sie wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel festgenommen. Sie wollte Opiate über die japanische Grenze bringen.

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Nach ihrer Festnahme wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen Japans Betäubungsmittelgesetz ist Toyotas Kommunikationschefin Julie Hamp zurückgetreten. Das japanische Unternehmen habe das Rücktrittsgesuch der 55-jährigen Amerikanerin angenommen, teilte der weltgrößte Autobauer am Mittwoch mit. Der Vorfall habe den Aktionären Sorgen bereitet und Unannehmlichkeiten verursacht. Hamp war Mitte Juni wegen des Verdachts festgenommen worden, illegal 57 Schmerztabletten mit dem Narkotikum Oxycodon ins Land gebracht zu haben. Das Mittel ist in Japan verschreibungspflichtig. Unklar bleibt, ob Hamp die Opioid-Tabletten verkaufen oder für den Eigengebrauch nach Japan schmuggeln wollte.

Erst im April hatte Hamp als erste Frau im Top-Management die Führung von Toyotas Kommunikationsabteilung übernommen. Sie habe nach eigenen Angaben nicht bewusst gegen das Gesetz verstoßen wollen, berichteten japanische Medien unter Berufung auf die Polizei. Toyota wollte sich aufgrund der andauernden Ermittlungen nicht weiter zu dem Fall äußern.

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