Metallkonzern Alcoa leidet unter sinkenden Alupreisen

Alcoa machen die gesunkenen Aluminiumpreise zu schaffen. Der Metallkonzern will sich von Aluminium weniger stark abhängig machen und investiert in höherwertige Rohstoffe für die Luftfahrt- und Autoindustrie.

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Die Alu-Preise fallen. (Grafik: <a href="http://www.ariva.de/aluminium_lme-kurs/chart?t=month&amp;boerse_id=126" target="_blank">ariva.de</a>)

Die Alu-Preise fallen. (Grafik: ariva.de)

Dem Metallkonzern Alcoa machen die gesunkenen Aluminiumpreise zu schaffen. Im abgelaufenen Quartal verdiente das von Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte US-Unternehmen weniger als erwartet und stimmte Investoren am Mittwoch darauf ein, dass das Alu-Überangebot auf dem Weltmarkt noch größer sein dürfte als angenommen.

Alcoa will sich von Aluminium weniger stark abhängig machen und investiert deswegen in höherwertige Rohstoffe für die Luftfahrt- und Autoindustrie. Der Umsatz stieg deswegen überraschend stark auf 5,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um ein Prozent auf 140 Millionen Dollar oder 19 Cent je Aktie (bereinigt) zu. Analysten hatten 23 Cent erwartet.

Der Alupreis ist seit September um fast ein Viertel gesunken. Wegen der starken Kursverluste an den chinesischen Börsen fiel er am Mittwoch auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren. Viele Aluhütten werfen kaum Gewinne ab oder produzieren sogar mit Verlust. Bei den Preisen ist wohl keine Besserung in Sicht. Alcoa-Finanzvorstand William Oplinger sagte, in diesem Jahr dürfte es ein Überangebot von 760.000 Tonnen geben. Bei der letzten Schätzung war der Konzern noch von 400.000 Tonnen ausgegangen.

Kleinfeld sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der Alupreis sei ein „starker Gegenwind“. Die Entwicklung werde aber entschärft, weil man die Kosten weiter senke und weniger stark vom traditionellen Geschäft abhängig sei. So übernimmt Alcoa den Titanhersteller RTI International Metals.

Alcoa leitet traditionell die US-Bilanzsaison ein. Der Konzern gilt aufgrund seiner breitgefächerten Kundschaft als gutes Barometer für den Zustand der amerikanischen Wirtschaft.

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