Euro-Gruppe macht Weg frei für neue Kredite an Griechenland

Die Finanzminister der Euro-Zone haben einem neuen Kredit- und Austeritätsprogramm für Griechenland zugestimmt. Auch der IWF soll angeblich bereit sein, mitzumachen.

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Die Euro-Finanzminister haben einem neuen Griechenland-Kreditprogramm mit einer Laufzeit von drei Jahren im Grundsatz zugestimmt. Um die Verhandlungen mit Athen aufnehmen zu können, müssten noch nationale Parlamente in Euro-Mitgliedstaaten zustimmen, teilte die Eurogruppe am Donnerstag mit.

Ein Betrag für das Programm wurde nicht mitgeteilt. Bisher war von bis zu 86 Milliarden Euro die Rede gewesen.

Das neue Programm soll vom Eurorettungsschirm ESM kommen. Dafür hatte der Euro-Gipfel vom Sonntag und Montag die Weichen gestellt.

Die Eurogruppe begrüßte die Zustimmung des griechischen Parlaments zu ersten „Spar- und Reformschritten“. Der förmliche Start für den Beginn der Verhandlungen zwischen den Geldgebern und Griechenland werde für Ende der Woche erwartet. Das Parlament in Athen hatte Steuererhöhungen und Rentenkürzungen beschlossen. Premier Alexis Tsipras hat in der Abstimmung seine Regierungsmehrheit verloren und konnte das Programm nur mit Hilfe der Opposition umsetzen. Tsipras sagte, er halte die Maßnahmen, für die er stimmte, für falsch.

Diese Aussage sorgte für Nervosität bei den Euro-Rettern: Der finnische Finanzminister Alexander Stubb sagte, die Aussage von Tsipras erfülle ihn mit Sorge:

Nach früheren Angaben von Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem werden die Verhandlungen für das neue Hilfspaket rund vier Wochen in Anspruch nehmen. Im Boot soll dabei auch der Internationale Währungsfonds sitzen. Der IWF werde über seine Beteiligung im Herbst entscheiden.

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