Ukraine: Poroschenko will Rechten Sektor nach Schießerei entwaffnen

Am vergangenen Wochenende ist es in der Westukraine zu einer Schießerei zwischen Polizisten und Mitgliedern des Rechten Sektors gekommen. Präsident Petro Poroschenko will die Militär-Miliz jetzt entwaffnen lassen.

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Mindestens drei Menschen sind in der Westukraine bei einer Schießerei zwischen Sicherheitskräften und Anhängern des Rechten Sektors getötet worden. Präsident Petro Poroschenko ordnete an, die Ruhe in der Stadt Mukatschewe nahe der ungarischen und slowakischen Grenze wieder herzustellen. Medien berichteten am Sonntag, dass wegen des mit Militärwaffen ausgetragenen Machtkampfes Teile der Stadt evakuiert worden seien, berichtet der Guardian.

Bilder zeigten brennende Autos in dem Ort mehr als 1.000 Kilometer vom Kriegsgebiet Ostukraine entfernt. Der Rechte Sektor warf dem in der Region ansässigen Parlamentsabgeordneten Michail Lano vor, in den Vorkarpaten unter dem Schutz der Behörden ein Schmuggelkartell zu betreiben. Bei Schusswechseln mit Lanos Anhängern und der Polizei starben zwei Kämpfer des Rechten Sektors, wie die Organisation mitteilte. Medien berichteten zudem von einem getöteten Zivilisten.

Der Anführer des Rechten Sektors, Dmitri Jarosch, forderte die Absetzung von Innenminister Arsen Awakow. Bei dem Machtkampf in der Westukraine geht es Medien zufolge um die Sicherung von Einflusssphären. Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar.

Poroschenko fordert infolge die Entwaffnung des Rechten Sektors: „Dieser Zustand diskreditiert die wirklichen ukrainischen Patrioten (…) Keine politische Kraft sollte bewaffnet sein”, zitiert euronews den Präsidenten.

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