Investoren kritisieren Euro-Retter wegen Banken-Umbau in Griechenland

Investoren kritisieren die EZB, den ESM und die Euro-Gruppe wegen der unklaren Verhältnisse beim Umbau der griechischen Banken. Das ist ein ernste Warnung: Die Euro-Retter laufen Gefahr, den europäischen Banken-Sektor in seinen Finanzierungs-Möglichkeiten zu beschneiden.

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Die möglichen Folgen eines Umbaus griechischer Geldhäuser machen deren Anleihe-Gläubigern Sorgen. Halter vorrangiger Bonds der National Bank of Greece (NBG) bemängelten in einem Brief an die Europäische Zentralbank (EZB), den Euro-Rettungsfonds ESM, die Euro-Gruppe und die griechische Notenbank fehlende Klarheit und Transparenz über Schritte zur Wiederbelebung des griechischen Finanzsektors. Für eine Rekapitalisierung der NBG sollten erst privatwirtschaftliche Lösungen voll ausgelotet werden, forderten sie. Erst dannach solle auf Abwicklungsinstrumente zurückgegriffen werden.

Sei tatsächlich eine Abwicklung notwendig, müssten zudem die Kredit-Hierarchien genau beachtet werden, hieß es in dem Brief, den der Thomson Reuters-Branchendienst IFR einsah. Vorrangige Bond-Halter sollten nicht angetastet werden. Sie besitzen nach Informationen eines Insiders aus dem Umfeld der Brief-Autoren etwa ein Viertel der 750 Millionen Euro schweren NBG-Anleihe mit Fälligkeit im April 2019. Die Bonds kamen 2014 auf den Markt – Hedge-Fonds hatten sich IFR zufolge rund 38 Prozent der Titel gesichert.

Die auf dem Euro-Gipfel vergangene Woche erzielte vorläufige Einigung sieht vor, dass ein neues Kreditprogramm bis zu 25 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung griechischer Banken umfassen soll. Früheren Informationen von Insidern zufolge könnte von den vier großen Instituten – NBG, Eurobank, Bank of Piraeus und Alpha Bank nach einem Branchenumbau möglicherweise nur zwei bestehen bleiben.

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