Einzelhandel bricht ein: Deutschland Schlusslicht in Euro-Zone

Die Deutschen spüren den Aufschwung nicht: In keinem anderen Euro-Land sind die Umsätze im Einzelhandel im Juni so stark zurückgegangen wie in Deutschland. Insgesamt sind die Umsätze des Einzelhandels in der Euro-Zone rückläufig.

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Quelle: Eurostat

Quelle: Eurostat

Die Einzelhändler in der Euro-Zone haben im Juni weniger Umsatz gemacht. Ihre Einnahmen fielen zum Mai um 0,6 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Die Daten fielen damit weit schlechter aus als von Ökonomen erwartet. Die Erlöse mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabak schrumpften um 0,8 Prozent. Das Geschäft mit Benzin und Diesel stagnierte zum Vormonat. Im Vergleich zum Juni 2014 ergab sich immherhin noch ein Plus von 1,2 Prozent.

Im Euroraum ist der Rückgang des Absatzvolumens im Einzelhandel um 0,6% im Juni 2015 gegenüber Mai 2015 darauf zurückzuführen, dass „Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren“ Rückgänge um 0,8% und der NichtNahrungsmittelsektor um 0,2% verzeichneten, während der Absatz von Motorenkraftstoffen unverändert blieb. In
der EU28 ist der Rückgang des Absatzvolumens im Einzelhandel um 0,5% auf Rückgänge bei „Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren“ um 0,6%, bei Motorenkraftstoffen um 0,4% und im Nicht-Nahrungsmittelsektor um 0,1% zurückzuführen.

Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, wurden die stärksten Rückgänge des Einzelhandelsvolumens insgesamt in Deutschland (-2,3%), Slowenien (-1,6%) und Polen (+1,4%) verzeichnet, die höchsten Zuwächse in Rumänien (+1,7%), Österreich (+1,3%) und Dänemark (+1,1%).

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