Finanz-Crash: China muss erneut intervenieren

Die chinesische Notenbank pumpt Milliarden in den Geldmarkt. Die Banken sollen mehr Freiraum zur Kreditvergabe bekommen. Allerdings sind die bisherigen Maßnahmen wirkungslos geblieben.

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Chinas Zentralbank legt nach und greift der Wirtschaft mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen unter die Arme. Die Währungshüter stützten am Mittwoch den Interbanken-Geldmarkt mit sogenannten kurzfristigen Liquiditätsgeschäften (SLO) in Höhe von 140 Milliarden Yuan, umgerechnet knapp 19 Milliarden Euro. Diese Kredite, die nach sechs Tagen fällig werden, haben einen durchschnittlichen Zinssatz von 2,3 Prozent, wie die Notenbank auf ihrer Internetseite mitteilte. Die Bank hatte die SLOs 2013 eingeführt, um ihren geldpolitischen Werkzeugkasten zu erweitern.

Die Zentralbank hatte erst am Dienstag angekündigt, die Leitzinsen zu senken – und zwar zum fünften Mal seit November. Zudem bekommen Banken künftig mehr Freiraum zur Kreditvergabe, was die nach den USA weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft ankurbeln soll. Die Turbulenzen an den chinesischen Börsen hatten zuletzt die Finanzmärkte weltweit stark unter Druck gesetzt.

Die Interventionen haben vorerst allerdings nichts gebracht: Die Börsen in China und Europa sind am Mittwoch abgestürzt.

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