Polen: Kein Geld für Flüchtlinge, aber für neue U-Boote

Polen weigert sich, mehr Flüchtlinge aufzunehmen. Doch für neue U-Boote scheint Geld vorhanden zu sein. Von den Plänen könnte der deutsche ThyssenKrupp-Konzern profitieren.

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Polen könnte sich beim Kauf neuer U-Boote mit anderen Nato-Staaten zusammentun. Denkbar wäre eine Kooperation mit den Niederlanden oder Norwegen, sagte Vize-Verteidigungsminister Czeslaw Mroczek am Sonntag der amtlichen Nachrichtenagentur PAP zufolge. Ziel sei es, Kosten zu sparen. Der Anforderungskatalog für die Konstruktion der U-Boote werde derzeit fertiggestellt. Interesse an der Ausschreibung hätten ThyssenKrupp aus Deutschland, die ehemals zu ThyssenKrupp gehörende Werft Saab Kockums aus Schweden sowie der Marine-Konzern DCNS aus Frankreich, berichtete die Agentur.

Das polnische Verteidigungsministerium war für nähere Informationen zunächst nicht zu erreichen. Norwegen erklärte, Polen komme als Partner beim U-Boot-Kauf infrage. Die Niederlande äußerten sich nicht direkt, bestätigten aber allgemein Gespräche mit verbündeten Ländern über gemeinsame Käufe für die eigene Marine.

Polen macht bei der Modernisierung seines Militärs Tempo, seit die russische Annexion der ukrainischen Krim unter Nato-Ländern in Osteuropa für Beunruhigung gesorgt hat.

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