Rohstoff-Schock: Russland erwägt Drosselung der Öl-Produktion

Russland erwägt erstmals, seiner Öl-Produktion zu drosseln. Sollte der Öl-Preis unter die Marke von 40 Dollar je Fass fallen, werde die Förderung wahrscheinlich zurückgefahren, so der russische Vize-Energieminister Alexej Texler.

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Russland schließt erstmals eine Kürzung seiner Ölproduktion bei einem deutlichen Preisverfall nicht mehr aus. Bei einem Gegenwert von weniger als 40 Dollar je Fass dürfte die Förderung sehr wahrscheinlich gedrosselt werden, sagte Vize-Energieminister Alexej Texler am Freitag in Moskau. Zuletzt war der Preis unter die Marke von 49 Dollar gerutscht.

Russland hatte bislang keine Bereitschaft erkennen lassen, die Produktion bei deutlich niedrigeren Preisen zu kürzen. Dies sorgte für Verärgerung unter einigen Ölexport-Ländern. Diese verlangen gemeinsame Anstrengungen, um sich mit einer niedrigeren Produktion dem Preisverfall entgegenzustemmen.

Texlers Äußerungen dürften jedoch noch kein eindeutiges Signal an die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) sein, dass sich Russland solchen Initiativen anschließen will. Das Land steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise: Angesichts der westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise und des Preisverfalls des wichtigen Exportguts Öl wird das Bruttoinlandsprodukt 2015 laut Zentralbank voraussichtlich um mehr als drei Prozent schrumpfen.

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