US-Bundesstaaten weiten Kampf-Maßnahmen gegen VW aus

Die US-Bundesstaaten wollen auf breiter Front gegen VW vorgehen. Auch Italien möchte im Windschatten profitieren. Das ist kein Zufall: Fiat und Chrysler wittern nach ihrer Fusion, den Deutschen Marktanteile abzujagen.

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Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen will Kalifornien gegen den Autobauer vorgehen. Die Emissionsschutzbehörde des US-Bundesstaats kündigte am Donnerstag umfassende Schritte an. Es sei allerdings noch zu früh zu sagen, welche Strafen gegen das Unternehmen verhängt werden, ergänzte Behördenchefin Mary Nichols.

Vor einer Woche hatte die US-Umweltbehörde EPA mitgeteilt, dass VW in Diesel-Modellen der Jahre 2009 bis 2015 eine Software zur Umgehung von Emissionskontrollsystemen verbaut habe. Das Programm erkennt, ob das Auto auf einem Teststand läuft und reguliert den Motor so, dass Grenzwerte eingehalten werden. Im Normalbetrieb liegen die Werte jedoch bis zu 40 Mal höher als vorgegeben. VW hat die Abgas-Manipulationen in den USA zugegeben.

Mittlerweile wurde zudem bekannt, dass der Konzern bereits im April in den USA versucht hat, die Manipulationen durch einen Rückruf von Dieselautos zu beheben. Das Unternehmen forderte Halter von VW- und Audi-Fahrzeugen auf, ihre Autos in die Werkstätten zu bringen, um eine neue Software aufzuspielen. Nichols sagte, Kalifornien wolle auch die Rückrufaktion unter die Lupe nehmen. Es ist allerdings alles andere als klar, ob dies der Versuch der Vertuschung war oder aber die Erkenntnis, dass man mit der bisherigen Methode nicht weitermachen wolle.

Die Ermittlungen gegen Volkswagen im Skandal um manipulierte Abgaswerte nehmen in den USA immer größere Dimensionen an. Mehrere Bundesstaaten schließen sich für die Untersuchung zusammen, wie die Staatsanwaltschaft von Illinois am Donnerstag mitteilte. Mindestens 29 Staatsanwälte seien inzwischen dabei. Der Skandal war zuerst in den USA aufgedeckt worden. Allein hier drohen dem Wolfsburger Konzern Milliardenstrafen. Seitdem hat sich die Affäre immer mehr ausgeweitet.

Nach dem Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen suchen die italienischen Behörden auch in Fahrzeugen anderer Marken nach entsprechender Emissions-Software. Verkehrsminister Graziano Delrio erklärte am Donnerstag, 1000 landesweit verkaufte Fahrzeuge sollten überprüft werden. Bisher wollten die italienischen Behörden herausfinden, ob Volkswagen auch in anderen europäischen Ländern Abgaswerte von Dieselfahrzeugen manipuliert hat. Nach den Worten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt räumte der Wolfsburger Konzern dies inzwischen aber bereits ein. Daraufhin weitete Italien die eigenen Untersuchungen nun aus.

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