Internet 5G: EU und China setzen auf Zusammenarbeit

Die EU und China haben ein Abkommen für eine Zusammenarbeit beim 5G-Mobilfunk unterzeichnet. Gemeinsame Forschung soll Unternehmen aus beiden Ländern zusammenführen und europäischen Konzernen Zugang zum chinesischen Markt erleichtern.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Günther Oettinger und Miao Wei unterzeichneten das 5G-Abkommen in Peking. (Foto: EU-Kommission)

Günther Oettinger und Miao Wei unterzeichneten das 5G-Abkommen in Peking. (Foto: EU-Kommission)

Die weltweite Ausweitung des Internets und die zunehmende Geschwindigkeit, mit der das Internet genutzt werden kann, wird in Zeiten smarter Autos, Maschinen und Dauer-Smartphone-Nutzung immer wichtiger. Die Unternehmen, die sich auf diesem Markt profilieren können, werden in den kommenden zwanzig Jahren erheblichen Nutzen daraus ziehen können. Neben den USA und Europa ist China in Sachen Internet mittlerweile auch von großer Bedeutung. Aus diesem Grund hat die EU eine Zusammenarbeit mit dem Land angestrebt.

Und so unterzeichneten Günther Oettinger, EU-Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, und Miao Wei, chinesischer Minister für Industrie und Informationstechnologie, am Montag eine gemeinsame Erklärung. Darin verpflichten sie sich zu Gegenseitigkeit und Offenheit in Bezug auf den Zugang zur Forschungsförderung für 5G-Mobilfunknetze sowie auf die Mitgliedschaft in chinesischen und europäischen 5G-Vereinigungen. Auch der Zugang zur Forschungsförderung soll damit sichergestellt werden.

5G wird weltweit das Rückgrat unserer digitalen Volkswirtschaften und Gesellschaften bilden“, sagte Günther Oettinger im Anschluss. Mit der heute unterzeichneten Partnerschaft mit China habe sich die EU im weltweiten Wettlauf um die Verwirklichung von 5G bis 2020 jetzt mit den wichtigsten Partnern in Asien zusammengetan. Bis 2020 will die EU 700 Millionen Euro auch in die öffentlich-private Partnerschaft für 5G  investieren.

Das heutige Abkommen sei von großer Bedeutung, da China zu einem wichtigen Akteur bei der Entwicklung der 5G-Netze werden dürfte und potenziell auch den weltweit größten Markt für 5G-Technologien, ‑Produkte und ‑Dienste darstelle, heißt es auch von Seiten der EU. Demnach werden im Rahmen dieses Abkommens EU-Unternehmen, insbesondere die Telekommunikations- und IKT-Industrie, wahrscheinlich einen besseren Zugang zum chinesischen Markt erhalten. Darüber hinaus könnten sie sich dann auch an Chinas öffentlich geförderten 5G-Forschungs‑, ‑Entwicklungs- und ‑Innovationsinitiativen zu den gleichen Bedingungen beteiligen, zu denen chinesische Unternehmen derzeit an 5G-Aktivitäten der EU mitwirken.

„Die jeweiligen Industrievereinigungen – die öffentlich-private Partnerschaft für 5G der EU (5G PPP) und die chinesische IMT-2020-Vereinigung zur Förderung von 5G haben eine Wirtschaftsvereinbarung ausgearbeitet, die sie unterzeichnen wollen, sobald das Abkommen zwischen der EU und China über 5G geschlossen ist.“

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht und können dann das Abo auswählen, das am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***


media-fastclick media-fastclick