Nach Türkei-Anschlag: Behörden nehmen Twitter-Nutzer fest

In der Türkei wurden im Zusammenhang mit dem Anschlag in Ankara zwei Verdächtige festgenommen. Diese hatten den Anschlag wenige Stunden zuvor auf Twitter angekündigt. Einer der Verdächtigen soll zuvor in Syrien eine Bomben-Ausbildung erhalten haben.

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Die türkische Generalstaatsanwaltschaft in Ankara hat zwei Personen festnehmen lassen, die den Bombenanschlag von Ankara, bei dem 99 Menschen getötet wurden, wenige Stunden zuvor auf Twitter angekündigt hatten, berichtet die Washington Post. Die beiden Verdächtigen sollen Verbindungen zur Terror-Organisation PKK haben. Der Kommunikations-Dienstleister Twitter soll den türkischen Behörden zuvor die IP-Adressen der Verdächtigen übermittelt haben.

Einer der beiden Verdächtigen soll im Jahr 2013 eine Bombenausbildung in der syrischen Stadt Ain al-Arab (Kobane) erhalten haben, berichtet die Hürriyet. Der türkische Premier Ahmet Davutoğlu sagte am Mittwoch, dass die Ermittlungen sich zwar auf den IS als Urheber des Anschlags von Ankara konzentrieren würden. Doch die PKK stehe ebenfalls unter Verdacht.

Nach dem Anschlag musste der Polizei-Chef von Ankara seinen Posten räumen. Auch die Leiter der Sicherheits- und der Geheimdienstabteilung der Polizei in Ankara wurden suspendiert, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

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