McDonalds in der Krise: Hat sich das Modell überlebt?

Die Fastfood-Kette McDonald's hat von Quartal zu Quartal Gewinneinbußen zu verzeichnen. Etwa 30 Prozent der Franchisenehmer sollen mittlerweile zahlungsunfähig sein. Offenbar ändert sich das Verhalten der Konsumenten gerade signifikant.

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Franchisenehmer von McDonald’s sehen die US-amerikanische Fastfood-Marke in einer tiefen Depression. „Wir erleben die Geburtswehen einer tiefen Depression und nichts ändert sich. Es sind wahrscheinlich 30 Prozent aller Betreiber insolvent“, zitiert der Business Insider einen McDonalds-Betreiber.

Besonders scharf kritisieren die Betreiber den Vorstoß der Konzernführung die Einführung des „All-Day-Breakfast“, den es derzeit nur in den USA gibt. In mehr als 14.000 US-amerikanischen McDonalds-Restaurants können Kunden 24 Stunden lang Frühstück bestellen. Anders als bei den Burgern oder den Pommes ist hingegen die Herstellung des Frühstücks kostenintensiv, wohingegen die Einnahmen aus dem Frühstücksgeschäft gering sind. Massive Kritik gibt es am Konzern-Chef Steve Easterbrook, der seinen Posten im März angetreten hatte. Ihm wird ein „Mangel an Führungsstärke“ vorgeworfen. „Wir springen von einer gescheiterten Initiative zur anderen“, so ein Franchisenehmer.

Im zweiten Quartal sank der Gewinn der Fastfood-Kette im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Der Umsatz schrumpfte um zehn Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. Der starke Dollar, der Auslandseinnahmen in US-Währung schmälert, belastete die Bilanz zusätzlich.

„Die Ergebnisse sind enttäuschend“, räumte Konzernchef Steve Easterbrook ein. Der Vorstandsvorsitzende hatte im Mai einen Sanierungsplan vorgestellt, der die Trendwende bringen soll, bislang aber nur Kosten verursacht. McDonald’s kämpft fast rund um den Globus mit sinkenden Verkäufen. Vor allem im US-Heimatmarkt und Asien, wo die Folgen eines Gammelfleischskandals die Geschäfte belasten, tut sich der Fast-Food-Riese schwer.

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