Rassismus: Serien-Brandstiftungen gegen Kirchen in den USA

Brandstifter haben nahe der US-Stadt Ferguson bereits sieben Kirchen in Brand gesteckt. Die Polizei vermutet rassistische Motive der Täter, da die Gotteshäuser vornehmlich von Afro-Amerikanern besucht wurden. Die Region ist Schauplatz von Rassenkonflikten.

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Die Brandstifter haben innerhalb von elf Tagen sieben Kirchen angezündet. (Foto: Twitter)

Die Brandstifter haben innerhalb von elf Tagen sieben Kirchen angezündet. (Foto: Twitter)

Vornehmlich von Afro-Amerikanern besuchte Kirchen sind Ziel einer Serie von Brandanschlägen rund um die US-Stadt Ferguson. In den vergangenen elf Tagen wurden sieben solcher Kirchen in der Region im US-Bundesstaat Missouri angezündet, so ein Bericht des Nachrichtensenders CNN. Die Region ist seit 2014 Schauplatz von Rassenkonflikten und Bürgerprotesten, als Polizisten  den unbewaffneten schwarzen Michael Brown erschossen haben, weitere ähnliche Fälle kochten das Thema rassistisch motivierter Polizeigewalt gegen Schwarze hoch und führten zu gewaltsamen Protesten auf der Straße und dem zeitweisen Ausrufen des Ausnahmezustands.

Diese jüngste Reihe von Brandstiftungen in afroamerikanischen Kirchengemeinden  ist bereits die zweite Welle in diesem Jahr. Bei der ersten steckten Unbekannte im  vergangenen Sommer gezielte mindestens sechs schwarzen Kirchen in Brand, alles innerhalb einer Woche nachdem ein jungen weißer Rassist in der historischen Kirche Emanuel AME in Charleston ein Massaker an neun schwarzen Gemeindemitgliedern verübt hatte.

Die polizeiliche Untersuchungen der jüngsten Zwischenfälle dauert noch an, allerdings hat dieser Art von Gewalt gegen schwarze Kirchen eine lange Geschichte in Amerika, da diese traditionell eine zentrale Rolle in schwarzen Gemeinden spielten. Bereits vor dem amerikanischen Bürgerkrieg waren die schwarzen Kirchen auch ein Ort des Widerstands gegen gewaltsame Unterdrückung. Von hier gingen die Bürgerrechts-Bewegungen aus, die die Sklaverei und später die Rassentrennung  beenden halfen.

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