Dänemark: Negativ-Zinsen führen zu Preis-Explosion bei Immobilien

In den vergangenen drei Jahren sind in der dänischen Hauptstadt die Immobilienpreise um 40 bis 60 Prozent gestiegen. Aufgrund der Negativzinsen ist eine Immobilienblase entstanden.

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Die Zinsen auf dänische Sparguthaben sind derzeit negativ. (Grafik: Danmarks Nationalbank)

Die Zinsen auf dänische Sparguthaben sind derzeit negativ. (Grafik: Danmarks Nationalbank)

Dänemarks größter Hypothekenbank Nykredit meldet, dass die Immobilienblase in der Hauptstadt Kopenhagen zu einem „echten Risiko“ geworden ist. Obwohl das Platzen der Blase nicht unmittelbar bevorsteht, seien „die Gefahrensignale“ unübersehbar, zitiert Bloomberg den Nykredit-Ökonomen Joachim Borg Kristensen. Die Immobilienpreise in Kopenhagen sind seit dem Jahr 2012 um 40 bis 60 Prozent gestiegen. Die Wohnungspreise sind in der ersten Jahreshälfte um elf Prozent gestiegen. „Angesichts der Perspektiven der Urbanisierung, sowie der Aussichten für die Wirtschaft und die Zinsen, werden die Immobilienpreise weiter steigen“, so Kristensen. Die Immobilienpreise sollen zwischen 2016 und 2017 um fünf bis sechs Prozent steigen, meint der Ökonom.

Dänemarks größte Pensionskasse PFA hat angekündigt, 670 Millionen Euro in den Immobiliensektor investieren zu wollen. Im Jahr 2006 hatte PFA nahezu all sein Immobilien-Portfolio verkauft.

Die Notenbank hatte im Juli 2012 Negativzinsen eingeführt, um den Aufwertungsdruck auf die Krone zu stoppen. Die Negativzinsen wurden schrittweise auf 0,75 Prozent angehoben und die Ausgabe von Staatsanleihen wurde gestoppt. Die Negativzinsen sollen nach Informationen von Bloomberg bis zum Jahr 2017 andauern.

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