Ägyptische Behörden vermuten technischen Defekt hinter Flugzeugabsturz

Nach dem Absturz eines russischen Flugzeugs mit 224 Menschen auf dem Sinai gehen die ägyptischen Behörden von einem technischen Defekt aus. Etliche Tote wurden bereits geborgen. Ein Flugschreiber scheint gefunden.

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Die ägyptischen Behörden gehen davon aus, dass der Absturz des Flugzeugs auf einen technischen Defekt zurückzuführen ist. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Sicherheitskreisen erfuhr, wird ein Terrorangriff ausgeschlossen: „Der Unfall war das Ergebnis eines technischen Problems“, sagte ein Behördenmitarbeiter, der anonym bleiben wollte. Ein Flugschreiber sei bereits gefunden worden.

Der Airbus A321 der Fluggesellschaft Kogalymavia zerschellte dem Luftfahrtministerium in Kairo zufolge am Samstagmorgen kurz nach dem Start in Scharm el-Scheich am Roten Meer in einer Bergregion. An Bord waren vor allem russische Urlauber. Sicherheitskreisen zufolge gibt es bislang weder Hinweise auf einen Abschuss noch auf eine Bombe an Bord. Demnach wurde der Flugdatenschreiber bereits gefunden.

Ein Vertreter der Rettungsmannschaften sagte, es würden weitere Tote in dem Wrack vermutet. Ein Teil des Flugzeugs sei an einem Felsen zerschellt, der kleinere, hintere Bereich in Flammen aufgegangen. Es gebe kaum Hoffnung auf Überlebende. Zugleich erklärten Helfer aber auch, sie hätten Stimmen in einem Teil des Wracks gehört. Sie versuchten, in die Trümmer vorzudringen und hofften, noch Überlebende zu finden.
Ägyptens Ministerpräsident Scherif Ismail richtete einen Krisenstab ein.

Schlechtes Wetter erschwerte der Regierung zufolge den Rettungskräften den Zugang zur Absturzstelle. Die Maschine war auf dem Flug nach St. Petersburg, als sie in rund 9500 Metern Höhe vom Radar verschwand. An Bord waren 200 Erwachsene, 17 Kinder und sieben Besatzungsmitglieder, wie die die russische Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf die heimische Flugsicherung berichtete.

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