US-Aufsicht prangert Verschwendung von Steuergeldern in Afghanistan an

In Afghanistan wurde für 43 Millionen Dollar aus US-Steuergeldern eine Gas-Tankstelle im Niemandsland gebaut. Insgesamt soll beim Wiederaufbau des Landes bereits eine Milliarde Dollar in den Sand gesetzt worden sein.

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Der US-Generalinspekteur für den Wiederaufbau Afghanistans, John Sopko, hat einen weiteren Fall von Verschwendung von US-Steuergeldern angeprangert. In einem am Montag bekannt gewordenen Brief an Verteidigungsminister Ashton Carter beschwert sich Sopko über den Bau einer Gastankstelle im Norden Afghanistans, die den US-Steuerzahler 43 Millionen Dollar (knapp 39 Millionen Euro) gekostet habe. Warum die angesichts mangelnder Infrastruktur nutzlose Tankstelle, die eigentlich nur 500.000 Dollar hätte kosten dürfen, so teuer geworden sei, habe ihm niemand erklären können.

Seit 2012 hat die Behörde Sopkos nach Angaben eines Sprechers 136 Berichte erstellt und aufgezeigt, dass mehr als eine Milliarde US-Dollar hätten eingespart werden können. Unter den beanstandeten Projekten war unter anderem ein gescheitertes Anti-Drogen-Programm und eine Klinik, in der es weder Wasser noch Strom gab.

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