Studie: Champagner kann vor Alters-Demenz schützen

Eine britische Studie soll belegen, dass zwei Gläser Champagner pro Woche gegen altersbedingten Gedächtnisverlust helfen. Die Entwicklung einer Demenz könnte durch die enthaltenen Phenole gebremst werden. In dem Traubenmost seien weit mehr nützliche Stoffe aktiv als bisher angenommen, so die Forscher.

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Forscher der britischen Universität Reading haben herausgefunden, dass der Genuss von zwei Gläsern Champagner pro Woche dem altersbedingten Gedächtnisverlust entgegenwirken könnte. Die darin enthaltenen Phenole könnten demnach die Entwicklung einer Demenz aufhalten und insbesondere das räumliche Erinnerungsvermögen verbessern. Dabei seien mehr Inhaltsstoffe aktiv, als bisher angenommen, erklären die Forscher in einer Mitteilung.

Die positive Wirkung eines moderaten Weinkonsums wird bislang vor allem den im Rotwein enthaltenen Flavoniden zugeschrieben. Doch auch im Weißwein sind nützliche Phenole als Radikalfänger aktiv. Die britischen Forscher haben nun im Laborversuch herausgefunden, dass insbesondere die für den Champagner verwendeten Rebsorten weitaus mehr nützliche Phenole enthalten als bisher angenommen. Sie konnten nachweisen, das dabei auch kleinere, bisher für inaktiv gehaltene Phenol-Bestandteile eine aktive Rolle bei der Verbesserung der Gedächtnisleistung spielen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Antioxidants & Redox Signalling veröffentlicht.

Die Forscher testeten eine moderate Champagner-Zugabe an älteren Labormäusen. Diese zeigten nach sechswöchiger Champagner-Zufuhr eine deutlich verbesserte räumliche Gedächtnisleistung als die Kontrollgruppe. Das räumliche Erinnerungsvermögen ist für die Orientierung und das Erkennen einer vertrauten Umwelt zuständig. Die Phenole verbesserten demnach die Signalübertragung durch die Stimulation bestimmter Proteine im Hirn, deren Funktion im Alter häufig abnimmt.

Zwar häufen sich damit die Hinweise auf positive Gesundheitswirkungen des Weinverzehrs, der laut früherer Studienauch eine schützende Wirkung für das Herz haben soll, allerdings kann das Studienergebnis noch nicht als Verzehrsempfehlung gelten: Der Beweis, dass sich dieser Effekt auch auf Menschen übertragen lässt, steht noch aus. Allerdings sind die Forscher zuversichtlich, da ähnlich positive Effekte auf Menschen bereits für andere phenolhaltige Lebensmittel wie Blaubeeren oder Kakao nachgewiesen wurden.

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