Geld-Automaten: US-Konkurrent Diebold will Wincor Nixdorf übernehmen

Am Markt für Geld- und Kassenautomaten bahnt sich ein milliardenschwerer Zusammenschluss an: Der US-Hersteller Diebold will den Paderborner Konkurrenten Wincor Nixdorf übernehmen. In Deutschland werden hunderte Arbeitsplätze gestrichen.

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Die Amerikaner bieten 38,98 Euro in bar sowie 0,434 Diebold-Anteile je Wincor-Nixdorf-Aktie. Damit werde eine Wincor-Nixdorf-Aktie laut Angebotsprospekt mit 52,50 Euro bewertet. Der tatsächliche Preis hängt vom aktuellen Diebold-Kurs sowie dem Euro-Dollar-Verhältnis ab. Der Unternehmenswert inklusive Schulden liege damit bei 1,7 Milliarden Euro. Damit liegt die Größenordnung der Transaktion im Rahmen der Ankündigung von Mitte Oktober als die beiden Unternehmen die Übernahmegespräche publik gemacht hatten.

Diebold mit Sitz in North Canton (US-Bundesstaat Ohio) ist ein Hersteller von Hard- und Softwaresystemen für Selbstbedienungsautomaten. Die Firma stellt etwa Geldautomaten oder Scannerkassen her und hat rund 16.000 Beschäftigte.

Wincor Nixdorf gilt als weltweite Nummer drei der Branche. Das Paderborner Unternehmen hatte bereits ein Sanierungsprogramm gestartet. Dazu gehört auch ein Stellenabbau. Von rund 9.200 Arbeitsplätzen sollen rund 1.100 Jobs gestrichen werden, davon 500 in Deutschland, wie das Unternehmen im April bekanntgegeben hatte.

Mit dem Zusammenschluss kann die Digitalisierung in der Bankenbranche vorangetrieben werden, wie es zuvor in Konzernkreisen hieß. Wincor ist stark in Europa, Diebold in den USA. Allerdings agiert Diebold auch schon in Europa, es gibt also Überlappungen im Angebot.

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