Israel greift in Syrien-Krieg ein: Luftschläge nördlich Damaskus

Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Freitag einen Konvoi mit vier Lastwagen nördlich von Damaskus bombardiert. Die Fahrzeuge sollen Raketen transportiert haben. Die Angriffe erfolgten nach Aussage Israels in Abstimmung mit Russland.

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Israel greift in Syrien-Krieg ein. Eine israelische F-15 bei einem Manöver über dem Flughafen Ovda nahe Eilat, am 21. Oktober 2015 (Foto: Israeli Air Force)

Eine israelische F-15 bei einem Manöver über dem Flughafen Ovda nahe Eilat, am 21. Oktober 2015 (Foto: Israeli Air Force)

Israel hat erstmals offiziell in den Krieg um Syrien eingegriffen. Die israelische Luftwaffe hat einen Konvoi mit vier Lastwagen bombardiert, der Raketen transportiert haben soll. Das melden der israelische TV-Sender Channel 2 und die Times of Israel. Die Luftangriffe sollen nördlich von Damaskus geflogen worden sein. Der Konvoi soll der syrischen Armee gehört haben. Außerdem flog die israelische Luftwaffe Angriffe gegen eine Gasleitung, wobei es zu schweren Explosionen gekommen sein soll.

In diesem Zusammenhang räumte Premier Benjamin Netanjahu erstmals ein, dass die  israelische Luftwaffe „von Zeit zu Zeit“ Angriffe in Syrien fliege, wenn sich eine Bedrohung für Israel ergäbe. Diese Bedrohung sieht Israel vor allem durch die Hisbollah im Libanon. Bereits am 10. November hatte Netanjahu bekanntgegeben, dass Israel immer wieder Angriffe in Syrien fliege.

Netanjahu lobte die gute Zusammenarbeit mit Russland in Syrien. Die beiden Staaten haben seit Beginn der russischen Intervention eine enge Kommunikationsstruktur aufgebaut. Auch Verteidigungsminister Moshe Ya’alon sagte, die Angriffe erfolgten in Abstimmung mit Russland.

Ya’alon sagte, dass man in Israel genau beobachte, wann gefährliche Waffen in eine Position gebracht würden, die die Souveränität Israels gefährdet. Man achte auch darauf, ob jemand in den Besitz von Chemiewaffen gelangt sei. Tatsächlich wurden chemische Waffen in Syrien in den vergangenen Monaten eingesetzt, wie die Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons (OPCW) den Deutschen Wirtschafts Nachrichten bestätigte.

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