USA: 500 Sammelklagen wegen Volkswagen-Affäre

Rund 500 Sammelklagen sind in den USA bereits wegen der Abgas-Affäre anhängig. Die Klagen richten sich gegen die VW-Töchter und den Zulieferer Bosch. Zudem werden US-Chef Michael Horn und ehemalige VW-Vorstandschef Martin Winterkorn verklagt.

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In der Abgasaffäre sind gegen den Volkswagen-Konzern und einzelne Firmenvertreter Medieninformationen zufolge in den USA inzwischen nahezu 500 Sammelklagen anhängig. Das teilten NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung am Donnerstagabend unter Verweis auf gemeinsame Recherchen mit. Sie beriefen sich dabei auf Auskünfte aus dem staatlichen US-Gerichtsinformationssystem Pacer, das Nutzern über das Internet die Suche nach Fällen und Verfahren erlaubt.

Den Berichten zufolge richten sich die Klagen teils auch gegen die VW-Töchter Audi (120 Fälle) und Porsche (22), gegen den Autozulieferer Bosch (19) sowie persönlich gegen den früheren VW-Vorstandschef Martin Winterkorn und den US-Chef von VW Michael Horn. Bei den Klägern handelt es sich demnach zumeist um Privatpersonen und Unternehmen, daneben aber auch um Hochschulen oder Kommunen. Sie fordern Schadenersatz wegen Täuschung.

Die Gesamthöhe der Forderung ging aus dem Bericht nicht hervor. Dort war lediglich allgemein von Schadenersatz „in Milliardenhöhe“ die Rede. VW hat eingeräumt, dass weltweit bei rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Manipulations-Software eingesetzt wurde, die den Ausstoß von Stickoxiden im Testbetrieb als zu niedrig auswies.

Aufgedeckt hatten den Skandal Umweltschutzbehörden in den USA. Anfang November gestand VW zudem ein, dass bei zahlreichen seiner Autos der tatsächliche Ausstoß des klimaschädlichen Gases CO2 höher ist als angegeben.

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