Ausschreitungen: Anarchisten erklären Regierung in Athen den Krieg

In Athen ist es am Sonntag zu schweren Ausschreitungen gekommen. Der Freund eines vor sieben Jahren von der Polizei erschossenen Jugendlichen hatte die anarchistische Szene aufgerufen, dem Staat und der Mittelklasse des Landes den Krieg zu erklären.

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Bei Gedenkaktionen für einen vor sieben Jahren von einem Polizisten erschossenen Schüler ist es in Athen zu schweren Ausschreitungen gekommen. Demonstranten warfen am Sonntagabend in der griechischen Hauptstadt unter anderem Brandbomben auf Polizisten und setzten Autos und Müllcontainer in Brand. Die Sicherheitskräfte setzten ihrerseits Tränengas ein. Nach Angaben lokaler Medien wurden zehn Menschen festgenommen.

Bei den Demonstrationen wurde an den 15-jährigen Alexis Grigoropoulos erinnert. Er war am 6. Dezember 2008 in Athen von einem Polizisten erschossen worden. In den folgenden Tagen und Wochen demonstrierten in Griechenland zehntausende Menschen gegen Polizeigewalt, dabei kam es immer wieder zu gewalttätigen Zusammenstößen. Auch bei den jährlichen Gedenkaktionen eskalierte die Situation bereits mehrmals.

Im Vorfeld des diesjährigen Gedenktages hatten die Sicherheitskräfte bereits Ausschreitungen befürchtet, weil ein inzwischen wegen eines Raubes im Gefängnis sitzender Freund von Grigoropoulos die anarchistische Szene aufgerufen hatte, dem Staat und der Mittelklasse des Landes „den Krieg zu erklären“. Deshalb waren in Athen 5000 Polizisten im Einsatz, die U-Bahn-Stationen im Zentrum blieben vorsichtshalber geschlossen.

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