Standard & Poor’s: Zahl der Unternehmenspleiten steigt weltweit

Die Zahl der Unternehmen, die ihre Schulden nicht zahlen können wächst weltweit. Besonders betroffen sind amerikanische Energie-Versorger, so die Ratingagentur Standard &Poor‘s. Niedrigzinspolitik und Ölpreisverfall haben demnach zu einer Kombination aus hoher Verschuldung und sinkenden Einnahmen geführt.

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Die Zahl der Unternehmen, die ihre Zahungsverpflichtungen nicht erfüllen können steht kurz vor einem Jahrhunderthoch. Die Entwicklung wird vor allem durch US-Schiefergas-Versorger getrieben, so ein Bericht der FT. Demnach kämen von 99 seit Jahresanfang bankrott gegangenen globalen Unternehmen allein 62 aus den USA. Dies sei der dritthöchste Zahl seit über einem Jahrzehnt, zitiert die Zeitung die Ratingagentur Standard & Poors. Aus den Schwellenländern wurden im laufenden Jahr 19 große Unternehmenspleiten gemeldet, in Europa waren es dem Bericht zufolge 13. Neben den Kreditausfällen stieg auch die Zahl der Unternehmen, die schwächer als B – bewertet wurden im vorigen Quartal von 167 auf 178.

Insbesondere der Öl- und Rohstoffpreisverfall habe kleineren Energieversorgen in den USA zugesetzt, da die großen OPEC-Produzenten weiter billiges Öl in die Märkte pumpen, um ihre Marktanteile zu halten. Drei Fünftel der amerikanischen Unternehmenspleiten im Jahr 2015 betreffen Energie-und Rohstoff-Unternehmen. Auch die auf mittlerweile 8 Prozent gestiegenen Renditen für US-Junk-Bonds reflektieren die Entwicklung.

Investoren zeigten sich zunehmend besorgt über den Zustand des Kreditmarktes, der die massive Verschuldungsstrategie vieler Unternehmen durch die niedrige Zinspolitik wiederspiegele. Seit 2007 2007 habe sich zudem der Anteil der Unternehmensanleihen, die S &P als Schrottpapiere einstuft von 40 auf 50 Prozent erhöht.Aus der nun einsetzende Pleitewelle lässt sich demnach ablesen, dass zahlreiche Unternehmen nach einem Jahrzehnt Niedrigzinspolitik mit einem trägen Geschäfts-Umfeld, sinkenden Umsätze und hoher Schuldenlast zu kämpfen haben.

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