Alibaba kauft South China Morning Post

Der chinesische Onlinehändler kauft das Hongkonger Traditionsblatt für rund 266 Millionen Dollar. Die South China Morning Post gilt als wichtigste Zeitung Hongkongs. Im Juni hatte sich Alibaba bereits in die auf den Finanzsektor spezialisierten Mediengruppe China Business News eingekauft.

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Die Jahreschart von Alibaba. (Grafik: ariva.de)

Die Jahreschart von Alibaba. (Grafik: ariva.de)

Der chinesische Onlinehändler Alibaba steigt in großem Stil ins Mediengeschäft ein. Der Amazon-Rivale erwerbe für 266 Millionen Dollar in bar unter anderem die englischsprachige Zeitung South China Morning Post vom Medienkonzern SCMP Group, geht aus einer Mitteilung vom Montag an die Hongkonger Börsenaufsicht hervor. Das vor 112 Jahren gegründete Traditionsblatt gilt als wichtigste Zeitung Hongkongs, die im Vergleich zur Konkurrenz vom Festland über Themen berichtet, die ansonsten kaum in der Öffentlichkeit diskutiert werden.

Es gibt Experten, die kaum mit Veränderungen durch den Eignerwechsel rechnen. „Es ist nicht so, dass die South China Morning Post bisher vollkommen unabhängig von politischer Beeinflussung war“, sagte Journalismusprofessor Francis Lee aus Hongkong. Alibaba-Manager Joe Tsai erklärte, die redaktionelle Unabhängigkeit nicht aufs Spiel zu setzen. Erst im Juni hatte der Konzern eine Beteiligung an der auf den Finanzsektor spezialisierten Mediengruppe China Business News erworben. In den USA hatte 2013 die Übernahme der Tageszeitung Washington Post durch Amazon-Chef Jeff Bezos für viel Wirbel gesorgt.

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