VW meldet Erfindung eines neuen Katalysators für US-Dieselautos

Volkswagen will nach eigenen Angaben in den vergangenen drei Monaten einen neuen Katalysator für Diesel-Motoren entwickelt haben. Dieser soll die Probleme lösen, mit denen sich der Auto-Hersteller in den USA konfrontiert sieht.

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Volkswagen setzt in der Abgas-Affäre auf eine neuentwickelte Technik, um die Probleme bei der Umrüstung von US-Dieselfahrzeugen zu lösen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, haben VW-Ingenieure in den vergangenen Monaten einen neuen Katalysator entwickelt, mit dem bei einem Großteil der betroffenen Autos die geforderten Grenzwerte erreicht werden können.

Der Wolfsburger Konzern hatte eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Fahrzeugen eine Schummelsoftware eingesetzt zu haben, die bei Emissionstests zu einem niedrigeren Stickoxidausstoß führt als auf der Straße. Der neue Katalysator soll dem Bericht zufolge in rund 430.000 US-Fahrzeuge eingebaut werden, die mit der ersten Generation des Dieselmotors EA 189 unterwegs sind. Insgesamt sind in den USA knapp 600.000 Autos mit der Schummelsoftware betroffen.

Laut der „Bild am Sonntag“ muss die US-Umweltbehörde EPA den neuen Katalysator noch genehmigen. Erst dann könne der Konzern die Serienproduktion des Katalysators für die milliardenteure Umrüstung starten. Volkswagen-Chef Matthias Müller will dem Berichte zufolge bei einem Treffen am Mittwoch in Washington die EPA-Chefin Gina McCarthy von der Wolfsburger Lösung überzeugen. Außerdem wolle sich Müller bei der mächtigen Regierungsbeamtin, die die VW-Affäre ins Rollen brachte, persönlich für die jahrelangen Betrügereien entschuldigen.

Müller tritt bereits am Sonntagabend bei einem Presseempfang am Rande der Detroiter Automesse auf und dürfte sich dabei erstmals in den USA zu der Abgasaffäre äußern. Vergangenen Monat hatte Müller erklärt, sich auf seiner Reise in die Vereinigten Staaten entschuldigen, den Blick aber auch „optimistisch“ nach vorne richten zu wollen. Zuletzt war in den USA der Druck auf Volkswagen gewachsen: Die US-Regierung reichte Klage ein, außerdem wurde dem Konzern mangelnde Kooperation bei den Ermittlungen vorgeworfen.

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