Deutsche Tornados können nachts nicht fliegen

Die Bundeswehr-Tornados können in Syrien nur bei Tageslicht Angriffe gegen den IS fliegen. Die Beleuchtung im Cockpit ist wegen einer neuen Software so hell, dass die Soldaten nachts geblendet werden.

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Die Bundeswehr kann ihre Tornados einem Zeitungsbericht zufolge nachts nicht zu Aufklärungsflügen gegen die Islamisten-Miliz IS in Syrien und im Irak einsetzen. Grund dafür sei die jüngste Aufrüstung der Flieger mit neuer Soft- und Hardware (ASSTA-3), berichtete die Bild. Dadurch reflektiere die Cockpit-Beleuchtung der Tornados so stark, dass ein Kampfeinsatz bei Nacht nicht möglich sei. Die Piloten sehen in ihren Nachtflugbrillen irritierende Spiegelungen. Das Verteidigungsministerium sprach von einem „kleinen technischen Problem“. Es werde an einer „zeitnahen Zwischenlösung“ gearbeitet.

Seit Anfang des Jahres beteiligt sich die Bundeswehr mit Aufklärungsflügen über Syrien und dem Irak am Kampf gegen die IS-Milz. Damit erfüllt Deutschland seine Zusage an Frankreich nach den Pariser Anschlägen. Außerdem versorgt ein ebenfalls am türkischen Stützpunkt Incirlik stationiertes deutsches Tankflugzeug bereits seit Dezember Kampfjets der internationalen Koalition mit Treibstoff. Der französische Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ erhält im Persischen Golf Geleitschutz von einer deutschen Fregatte. Bereits seit einem Jahr bilden Bundeswehr-Soldaten im Nordirak kurdische Peschmerga-Kämpfer für den Einsatz gegen die Islamisten aus.

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