Griechenland: Landesweite Streiks gegen Steuer-Erhöhungen

Eine angekündigte Rentenreform und Steuererhöhungen haben in ganz Griechenland Proteste ausgelöst. Das öffentliche Leben ist weitgehend lahmgelegt. Alexis Tsipras muss die Rentenreform umsetzen, um weitere Kredite zu bekommen.

Ihren XING-Kontakten zeigen
linkedin
abo-pic
Griechische Landwirte sperren mit ihren Traktoren wichtige Straßenverbindungen im ganzen Land. (Foto: Twitter)

Griechische Landwirte sperren mit ihren Traktoren wichtige Straßenverbindungen im ganzen Land. (Foto: Twitter)

Die Proteste gegen geplante Rentenkürzungen und Steuererhöhungen in Griechenland weiten sich aus: Am Donnerstag haben griechische Landwirte wichtige Straßenverbindungen mit ihren Traktoren gesperrt. Unter anderem wurde der Verkehr auf der Achse behindert, die Westgriechenland mit der Türkei verbindet. Weitere Straßensperren sollten am Abend in Nord- und Mittelgriechenland entstehen, sagten Landwirte im Fernsehen.

Die Seeleute setzten einen 48-stündigen Streik fort. Die meisten Fähren blieben in den Häfen. Auch der Schienenverkehr wurde durch Arbeitsniederlegungen der Eisenbahner behindert.

Um die Mittagszeit versammelten sich in Athen zudem mehr als 2000 Rechtsanwälte, Ingenieure, Notare, Apotheker, Prokuristen, Ärzte sowie andere Freischaffende zu Protesten. „Wir sagen Nein zur Rentenreform“, skandierten die Demonstranten. Auch in anderen Städten gingen Freischaffende auf die Straße, wie das Staatsradio berichtete. Die griechische Presse sprach von einem „Aufstand der Krawatten“. Bereits seit Tagen wird gegen die Pläne von Premier Alexis Tsipras protestiert (siehe Video).

Am 4. Februar soll es zu landesweiten Streiks auch im staatlichen Bereich kommen. Die Regierung muss die Rentenreform umsetzen. Sie ist Voraussetzung für weitere Kredite. Geplant sind unter anderem Kürzungen aller neuen Renten um durchschnittlich 15 Prozent.

*** Für PR, Gefälligkeitsartikel oder politische Hofberichterstattung stehen die DWN nicht zur Verfügung: Unsere Prinzipien: Kritische Distanz zu allen und klare Worte. Das gefällt natürlich vielen nicht: Der Bundesregierung, den EU-Behörden, den Netzwerken der Parteien, den Lobbyisten, Medien unter staatlicher Aufsicht, verschiedenen Agitatoren aus dem In- und Ausland. Diese Player behindern uns nach Kräften und attackieren unser Geschäftsmodell.

Daher bitten wir Sie, liebe Leserin und Leser, um Ihre Unterstützung: Sichern Sie die Existenz der DWN!

Hier können Sie sich für einen kostenlosen Gratismonat registrieren. Wenn dieser abgelaufen ist, erhalten Sie automatisch eine Nachricht vom System und können dann das Abo auswählen, dass am besten Ihren Bedürfnissen entspricht. Einen Überblick über die verfügbaren Abonnements bekommen Sie hier. ***

media-fastclick media-fastclick