Aktienkurse von Nokia und Alcatel brechen ein

Die mit Enttäuschung aufgenommene Einigung im Patentstreit mit Samsung hat die Aktienkurse von Nokia und seinem Fusionspartner Alcatel-Lucent am Montag deutlich gesenkt. Nokia-Aktien fielen in Helsinki um bis zu 12,6 Prozent auf ein Vier-Monats-Tief und auch Titel von Alcatel büßten an der Pariser Börse zeitweise 13,4 Prozent ein.

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Die Aktien von Nokia und Alcatel-Lucent haben am Montag zweistellig an Wert verloren. Nokia-Aktien fielen auf ein Vier-Monats-Tief von 5,77 Euro und gaben bis zu 12,6 Prozent ab. Auch Titel von Alcatel-Lucent waren mit 3,16 Euro so billig wie zuletzt im Herbst und fielen an der Pariser Börse um über 13 Prozent im Wert.

Dank der zusätzlichen Zahlungen von Samsung stellte Telekom-Ausrüster Nokia für sein Patentgeschäft jährliche Umsätze von 800 Millionen Euro in Aussicht. Börsianer hatten im Schnitt allerdings mit 900 Millionen Euro gerechnet, was als Grund für die starken Verkäufe gilt. Aus diesem Grund würden viele ihre Erwartungen nun herunterschrauben, sagte Analyst Sami Sarkamies von der Nordea Bank.

Im vergangenen Jahr stiegen Nokias Patent-Einnahmen wegen Nachzahlungen auf 1,02 Milliarden Euro von 578 Millionen Euro im Jahr 2014. Nokia war früher Weltmarktführer auf dem Handy-Markt. Durch den Siegeszug der Smartphones von Apple und Samsung geriet der finnische Konzern aber ins Hintertreffen. Die Handysparte wurde an Microsoft verkauft, und Nokia konzentriert sich seither aufs Netzwerkgeschäft, welches mit der milliardenschweren Übernahme von Alcatel-Lucent ausgebaut wird.

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