Sanierung durch Steuergeld: Amerikas Post soll zur Bank werden

Anfang der Woche hat der amerikanische Kongress die Post mit einer Banklizenz ausgestattet. Für die Gründung einer weiteren Bank besteht in den USA aber kein Bedarf. Die Entscheidung des Kongresses ergibt jedoch Sinn, wenn man die extreme Verschuldung der Post berücksichtigt. Als Bank hätte sie Zugriff auf das Geld ihrer Kunden und könnte vom Staat notfalls mit Milliardenbeträgen saniert werden.

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Der amerikanische Kongress hat die Post (US Postal Service – USPS) mit einer Bankenlizenz ausgestattet, wie der Finanzblog Zero Hedge schreibt. Dies ermöglicht es dem Unternehmen, Kundenkonten zu eröffnen und finanzielle Dienstleistungen anzubieten. Der Schritt ist ungewöhnlich, weil in den USA derzeit kein dringender Bedarf an einer neuen Bank besteht.

Der USPS ist hoch verschuldet, seine im vergangenen Jahrzehnt angehäuften Verluste belaufen sich nach Angaben von Zero Hedge auf etwa 51 Milliarden Dollar. Wie für die US-Regierung gilt auch für den USPS eine Schuldengrenze. Diese wurde im Jahr 2012 erreicht und seitdem gehalten, indem weitere Verluste nicht bilanziert oder staatliche Zuschüsse angefordert worden seien, so Zero Hedge. Warum sollte die Regierung einem derart defizitären Unternehmen den Zugang zu den Spareinlagen der Bürger gestatten?

Der Verdacht liegt nahe, dass es sich tatsächlich um eine verdeckte Subvention für den USPS auf Kosten leichtgläubiger Kunden handelt. Denn die Anlagegelder wären eine neue und permanente Finanzierungsquelle für die Post. Spareinlagen sind faktisch nichts weiter als Darlehen, die die Bürger der Post auf Zeit überlassen und auf deren jederzeitige Rückzahlung in Form von Bargeldabhebungen sie hoffen. Die Umwandlung in eine Bank hat noch einen entscheidenden Vorteil: im Fall eines drohenden Bankrotts könnte der USPS in seiner Funktion als Bank mit Steuergeldern vom Staat gerettet werden.

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