Fintech: Früherer Deutsche-Bank-Chef Jain wechselt ins Silicon Valley

Der ehemalige Co-Chef der Deutschen Bank Anshu Jain berät künftig ein Finanz-Start-up im Silicon Valley. Der Online-Finanzdienstleister Social Finance (Sofi) bietet Darlehen und Vermögensberatung für Studienabsolventen. Die Fintech-Branche macht den traditionellen Banken zunehmend Konkurrenz.

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Der frühere Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain wechselt in die Fintech-Branche. Der gebürtige Inder berät jetzt das Unternehmen Social Finance (Sofi) in San Francisco, das sich auf die Refinanzierung von Studienkrediten spezialisiert hat, Absolventen aber auch andere Dienstleistungen rund um die Themen Kredit und Vermögensverwaltung anbietet. Der Online-Finanzdienstleister wildert damit im Feld der angestammten Großbanken. Sofi machte die Personalie am Montag öffentlich. Mitgründer und Vorstandschef Mike Cagney erklärte, sein Haus drücke beim Wachstum aufs Gaspedal, die Erfahrung und das Netzwerk von Jain seien dabei von unschätzbarem Wert. „Ich freue mich darauf, dass er in den nächsten Monaten auch als Mitglied des Verwaltungsrats zu uns stößt.“

Jain war im Sommer 2015 nach nur drei Jahren als Co-Chef der Deutschen Bank abgetreten. Nach Ansicht etlicher Großinvestoren und Regulierer agierte er bei der Neuausrichtung von Deutschlands größtem Geldhaus und der Aufarbeitung der milliardenschweren Skandale glücklos. Kritiker warfen Jain unter anderem vor, nötige tiefe Einschnitte im Investmentbanking zu lange gescheut zu haben. Diese wichtige Sparte leitete er jahrelang selbst – seit 1995 war Jain für die Deutsche Bank tätig. Im Juli vergangenen Jahres übernahm der Brite John Cryan das Ruder bei dem Geldhaus. Er soll die Sanierungsarbeiten nun zu Ende führen.

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