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Clinton und Trump bei US-Vorwahlen erfolgreich

Bei den Vorwahlen in den USA haben Donald Trump und Hillary Clinton die ersten Bundesstaaten gewonnen. Die Außenseiter Sanders und Rubio verbuchten zwar Achtungserfolge, sind nun aber doch schon deutlich abgeschlagen.

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Triumph für Donald Trump und Hillary Clinton beim „Super Tuesday“: Der für die Republikaner antretende Geschäftsmann gewann sieben der US-Vorwahlen und auch die demokratische Ex-Außenministerin kam der Präsidentschaftskandidatur ihrer Partei mit sieben Siegen einen großen Schritt näher. Bei den Republikanern ging Texas, das am Dienstag die meisten Delegiertenstimmen zu vergeben hatte, allerdings an den erzkonservativen Senator Ted Cruz. Ted Cruz gewinnt laut BBC die Abstimmung der Republikaner in Alaska. Es wäre sein dritter Vorwahl-Sieg am Super Tuesday und sein vierter insgesamt.

Trump setzte sich laut Hochrechnungen von US-Fernsehsendern in Alabama, Arkansas, Georgia, Massachusetts, Tennessee, Virginia und Vermont durch. Cruz gewann neben seinem Heimatstaat Texas auch die Vorwahl im benachbarten Oklahoma. In Vermont zeichnete sich zunächst kein klarer Sieger ab: Trump lag in dem nordöstlichen Bundesstaat knapp vor dem gemäßigt-konservativen Gouverneur von Ohio, John Kasich.

Der Senator Marco Rubio, auf dem die Hoffnungen des republikanischen Establishments liegen, konnte am „Super Tuesday“ in Minnesota seinen ersten Vorwahlsieg überhaupt einfahren. In Alaska, wo ebenfalls eine republikanische Vorwahl stattfand, stand nach der Schließung der Wahllokale um 06.00 Uhr MEZ zunächst noch kein Sieger fest.

Bei den Demokraten dominierte Clinton deutlich in Alabama, Arkansas, Georgia, Tennessee, Texas und Virginia. Nachwahlbefragungen zufolge erhielt sie in den Südstaaten eine überwältigende Unterstützung durch afroamerikanische Wähler. In Massachusetts landete sie dagegen nur knapp vor ihrem Rivalen Bernie Sanders. Der linke Senator gewann seinen Heimatstaat Vermont sowie Colorado, Minnesota und Oklahoma.

Die endgültige Entscheidung über die Präsidentschaftskandidaten fällt erst bei den Nominierungsparteitagen im Juli, in ihren Siegesreden am Dienstagabend lieferten sich Clinton und Trump aber bereits ein Fernduell. „Wir haben viel Arbeit zu tun. Diese Arbeit ist nicht, Amerika wieder großartig zu machen“, sagte die frühere Außenministerin mit Blick auf Trumps Wahlkampfmotto.

„Amerika hat nie aufgehört, großartig zu sein“, fuhr Clinton fort. Angesichts der tiefen Spaltung des Landes müssten die USA aber wieder „heil“ gemacht werden. „Ich glaube, was wir heute in Amerika brauchen, ist mehr Liebe und Freundlichkeit.“ Trump entgegnete kurze Zeit später vor seinen Anhängern: „Amerika wieder großartig zu machen ist viel besser als Amerika wieder heil zu machen.“

Der wegen seiner radikalen Äußerungen über Muslime und Einwanderer heftig kritisierte Milliardär Trump ist beim Establishment der Republikaner äußerst unbeliebt, an der Basis trifft er mit seinen Attacken auf die Eliten in Washington offenbar aber einen Nerv. Nach seinen Erfolgen am „Super Tuesday“ zeigte er sich dennoch zuversichtlich, seine Partei als möglicher Kandidat geschlossen in die Präsidentschaftswahl im November zu führen.

„Ich denke, wir werden mehr Leute mitnehmen und vereinter sein“, sagte er. Der Immobilienmagnat fügte hinzu, dass er sich zu der Präsidentschaftsbewerbung verpflichtet gefühlt habe, um die Vereinigten Staaten zu retten. „Dieses Land geht den Bach runter“, sagte er in seiner Rede in Florida.

Cruz erklärte vor Anhängern in Texas, er sei der einzige Präsidentschaftsbewerber, der Trump stoppen könne. Eine Kandidatur des Milliardärs wäre ein „Desaster für die Republikaner, die Konservativen und die Nation“. Auch Rubio präsentierte sich als Alternative zu Trump und warnte, dass die „Zukunft der konservativen Bewegung“ auf dem Spiel stehe.

Der „Super Tuesday“ ist ein Meilenstein im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur von Demokraten und Republikanern. Beide Parteien vergaben bei den Abstimmungen bis zu einem Viertel ihrer Delegiertenstimmen für die Nominierungsparteitage. Am 8. November wählen die USA dann einen neuen Präsidenten. Der Demokrat Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten.

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