Deutsche Börse und LSE erwarten bei Fusion hohe Einsparungen

Die Deutsche Börse und die London Stock Exchange erwarten sich von einem Zusammenschluss Kosteneinsparungen von mehreren Hundert Millionen Euro. Durch die Fusion würde Europas größte Börse entstehen.

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Die Deutsche Börse und die London Stock Exchange erwarten durch einen Zusammenschluss Einsparungen von Hunderten Millionen Euro. Die Synergien würden deutlich über den 300 Millionen Euro liegen, die die Deutsche Börse 2011 beim Fusionsversuch mit der New York Stock Exchange (Nyse) in Aussicht gestellt hatte, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Einsparungen seien vor allem in der IT und der Verwaltung möglich.

Die gesamten Kostensynergien könnten jedoch nicht unmittelbar nach einer Fusion realisiert werden, sondern erst nach einigen Jahren, sagten zwei der Insider. Kritiker fürchten, dass viele Entscheidungskompetenzen nach einer Fusion nach London abwandern werden. Unklar bleibt auch, ob es durch die Einsparungen zum Abbau von Arbeitsplätzen kommt.

Deutsche Börse und LSE hatten Mitte Februar angekündigt, zum mit Abstand größten Börsenbetreiber Europas verschmelzen zu wollen. Die Details des gut 25 Milliarden Euro schweren Zusammenschlusses müssen beide Unternehmen bis zum 22. März vorlegen. Es sei jedoch zu erwarten, dass das formelle Fusionsangebot bereits in der nächsten Woche vorgelegt werde, sagten drei Insider. Die Unternehmen würden dabei drei Arten von Synergien in Aussicht stellen: Erwartete Einsparungen für Banken und Investoren, Umsatzsynergien und Kostensynergien.

Für Investoren und Analysten stehen die Kostensynergien im Mittelpunkt. Von ihrer Höhe dürfte es maßgeblich abhängen, ob die LSE-Aktionäre für eine Fusion mit der Deutschen Börse votieren oder für ein mögliches Gegenangebot durch den US-Konkurrenten ICE. Investoren sind deshalb sehr gespannt, welche Kostensynergien Deutsche Börse und LSE versprechen. Wie hoch die in Aussicht gestellte Summe genau ausfalle, werde derzeit noch berechnet, betonten Insider. Deutsche Börse und LSE wollten sich dazu nicht äußern.

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