US-Justiz wendet bei VW offenbar Gesetz gegen Bankbetrug an

Die US-Justiz fährt bei ihren Ermittlungen gegen VW offenbar schwere Geschütze auf. Es geht um die Anwendung von Gesetzen gegen Bank-Betrug. Mit diesem Ansatz ist die US-Regierung bereits in der Vergangenheit gegen Anbieter von Autokrediten vorgegangen.

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Im VW-Abgasskandal wendet das US-Justizministerium Reuters-Informationen zufolge bei seinen Untersuchungen ein Gesetz gegen Bankbetrug an. Die Washingtoner Regierung habe dem Wolfsburger Konzern eine Vorladung auf Basis einer Regelung geschickt, die 1989 für Ermittlungen gegen große Finanzinstitute konzipiert wurde, sagte eine mit dem Vorgängen vertraute Person am Dienstag der nachrichtenagentur. Das Gesetz erlaube es, unter bestimmten Bedingungen Betrugsverdacht im Zeitraum der vergangenen zehn Jahre nachzugehen. Es wurde unter anderem in Fällen rund um Autokredit-Anbieter angewandt.

VW-Sprecherin Jeannine Ginivan lehnte eine Stellungnahme ab und bekräftigte, Volkswagen werde bei den Ermittlungen weiter mit allen zuständigen US-Behörden kooperieren. Zuerst hatte das „Wall Street Journal“ über den Vorgang berichtet. Der Skandal um manipulierte Abgaswerte war in den USA durch die Umweltbehörde EPA öffentlich gemacht worden. Volkswagen drohen Strafen und Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe. In den USA sind bereits mehr als 500 Sammelklagen eingegangen.

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