Investoren fordern von VW Milliarden-Schadensersatz

Institutionelle Investoren haben am Montag eine Schadenersatz-Klage in der Höhe von 3,3 Milliarden Euro gegen Volkswagen eingebracht. Die Investoren klagen wegen erlittener Verluste, weil der Konzern die Märkte nicht zeitgerecht über den Abgas-Skandal informiert hatte.

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Volkswagen ist wegen der Abgasaffäre in Deutschland mit einer milliardenschweren Schadensersatzklage von Profi-Investoren konfrontiert. Der Tübinger Rechtsanwalt Andreas Tilp teilte mit, er habe am Montagnachmittag beim Landgericht Braunschweig eine Klage eingereicht, mit der knapp 300 institutionelle Anleger aus mehreren Ländern einen Schadensersatz von insgesamt fast 3,3 Milliarden Euro für erlittene Kursverluste fordern. Sie werfen dem Wolfsburger Autobauer vor, zu spät über die Abgasmanipulation informiert zu haben.

VW lehnte einen Kommentar ab. Ein VW-Sprecher sagte: „Wir kennen die Klage nicht, da sie uns noch nicht zugestellt wurde. Folglich äußern wir uns nicht dazu.“

Zu den 278 Klägern gehören laut Rechtsanwalt Tilp 17 Finanzdienstleister und Versicherungsunternehmen aus Deutschland sowie der US-Pensionsfonds Calpers. Reuters hatte vergangene Woche aus Finanzkreisen berichtet, dass sich die Allianz-Tochter AGI und die Dekabank einer Sammelklage gegen Volkswagen anschließen wollten.

Tilp teilte mit, weitere Klagen von mehr als 20 Investoren mit Forderungen von mehr als einer Milliarde Euro würden vorbereitet, um eine im September 2016 drohende Verjährung von Ansprüchen zu verhindern. Die Prozesskosten würden über ein Konsortium von mehreren Gesellschaften getragen. Solche auf Prozessfinanzierung spezialisierte Firmen streichen im Erfolgsfall einen bestimmten Anteil der Schadensersatzsumme ein. Auch andere Anwaltskanzleien haben Schadensersatzklagen von institutionellen Investoren gegen VW angekündigt.

Dem Landgericht Braunschweig liegt bereits eine Klage von Privatanlegern vor, die wegen des drastischen Kursverfalls der VW-Aktie Schadensersatz verlangen. Deren Forderung hat Volkswagen bereits als unbegründet zurückgewiesen. Der Konzern argumentiert damit, erst am 18. September vergangenen Jahres durch die Veröffentlichung der US-Umweltbehörde EPA von einer möglichen Strafe in Höhe von bis zu 18 Milliarden Dollar erfahren zu haben. In den USA, wo der Abgas-Skandal durch die Umweltbehörde EPA öffentlich gemacht wurde, sind bereits zahlreiche Sammelklagen von Autohaltern und Investoren eingegangen.

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