Größte US-Bank beschränkt Geld-Ausgabe an Bank-Automaten

JPMorgan Chase erlaubt Nicht-Kunden ab sofort nur noch die Abhebung von 1.000 Dollar per Transaktion. Die Bank räumte ein, dass es in den vergangenen Wochen zu massiven Abhebungen gekommen ist.

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Die größte US-Bank, JPMorgan Chase, hat in den vergangenen Wochen offenbar einen kleineren „Bank Run“ erlebt. Die Bank hatte massive Abhebungen beobachtet, weil das Geldinstitut zuvor durch technische Änderungen die unbegrenzte Auszahlung von 100-Dollar-Noten erlaubte. Nun zog die Bank die Notbremse, indem die Ausgabe von Bargeld an Nichtkunden der Bank auf 1.000 Dollar pro Tag begrenzt wird, wie das Wall Street Journal meldet. Auch andere US-Banken wie Bank of America, Citigroup und Wells Fargo hatten die Änderungen vorgenommen, die es unter anderem auch ermöglichen, verschiedene Schein-Größen zu wählen.

Die Diskussion um das Bargeld, insbesondere die diskutierte Einschränkung oder gar Abschaffung des Bargelds, haben allerdings offenbar dazu geführt, dass viele Kunden nur auf eine Gelegenheit gewartet haben, um ihre Ersparnisse von der Bank zu holen.

Die Abhebungen erfolgten in den USA und im Ausland. Die Bank versucht, in einer Mitteilung, die internationale Dimension zu betonen – wohl um die US-Kunden nicht über Gebühr zu verunsichern: „Während es die Technologie seiner Geldautomaten erneuerte, bemerkte JPMorgan Chase, dass Kunden anderer Banken in Ländern wie Russland und der Ukraine zehntausende Dollar über Geldautomaten der Bank abhoben“, schreibt das Wall Street Journal. Einzelne Personen hätten demnach über 20.000 Dollar abgehoben. Obwohl dies alles rechtmäßig geschah, hat JPMorgan Chase nun die Bargeldausgabe an Nichtkunden begrenzt. Die Bank verweist darauf, dass die Einschränkung dem Zweck dient, Terror-Finanzierung und Geldwäsche zu unterbinden.

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