Ölförderung wird nicht gekappt: Ölpreis fällt

Das Scheitern der Gespräche in Doha setzt dem Ölpreis zu: Der Preis für ein Barrel Brent stürzte bis zu sieben Prozent ab. Auch die Währungen der Öl-Länder gerieten unter Druck.

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Die gescheiterten Gespräche zur Deckelung der Fördermengen haben den Ölpreis am Montag im frühen Handel auf Talfahrt geschickt. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um 5,6 Prozent auf 40,69 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI verlor 5,5 Prozent auf 38,15 Dollar.

Die Öl-Förderländer einigten sich bei ihrem Treffen in Doha am Sonntag nicht auf ein Einfrieren der Produktion. Damit bleibt das Überangebot bestehen. Bereits heute werden täglich ein bis zwei Millionen Barrel Erdöl mehr als dem Boden gepumpt als benötigt.

Die geplatzten Gespräche über eine Begrenzung der Ölförderung setzen die Währung der Rohstoff-Exporteure unter Druck. Dollar und Euro verteuerten sich am Montag um jeweils bis zu 2,9 Prozent auf 68,2918 und 77,0883 Rubel. Der kanadische Dollar verbilligte sich zeitweise um 1,3 Prozent auf 1,2985 US-Dollar. Auch aus dem Australischen Dollar zogen sich Anleger zurück: Er sackte um bis zu 1,7 Prozent auf 0,7588 Dollar ab.

Am Sonntag waren die Gespräche der großen Erdöl-Exporteure über eine Förderbremse gescheitert. Die Länder konnten sich nicht auf ein Einfrieren der Fördermengen einigen, womit das das weltweite Überangebot erst einmal bestehen bleibt. Die Ölpreise gingen deshalb erneut deutlich nach unten. Die richtungsweisende Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um bis zu sieben Prozent auf 40,10 Dollar je Barrel.

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