Kapitalflucht aus Ukraine-Banken ungebremst

Innerhalb von zwei Jahren sind 18 Milliarden Dollar aus dem Finanzsektor der Ukraine abgezogen worden. Das bisherige Vorgehen der Banken bei der Kredit-Vergabe habe den Bankrott einiger Institute begünstigt, so die Zentralbank. Die Kreditabgabe wird nun stärker reguliert.

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Die ukrainische Hrywnia hat sich zum Euro stetig verteuert, hier in der Ein-Jahres-Übersicht. (Grafik: Ukrainische Zentralbank)

Die ukrainische Hrywnia hat sich zum Euro stetig verteuert, hier in der Ein-Jahres-Übersicht. (Grafik: Ukrainische Zentralbank)

Im Zuge der Reformen des ukrainischen Finanzsektors will die Zentralbank die Kreditabgabe der Geldinstitute stärker regulieren. Besonders kritisch sei die Praxis einiger Ukraine-Banken, einen Großteil der Kredite an die eigenen Aktionäre zu vergeben, sagte die stellvertretende Gouverneurin der Zentralbank, Katerina Roschkowa, der Nachrichtenagentur Reuters. Dieses Vorgehen habe den Bankrott von Banken begünstigt.

Den Instituten sei nun eine Frist bis Anfang 2019 gesetzt worden, diese als riskant eingestufte Kreditabgabe auf maximal 25 Prozent der insgesamt ausgegebenen Kreditsumme zurückzuschrauben. Eine Untersuchung habe gezeigt, dass die Quote in der Vergangenheit zum Teil bei über 80 Prozent gelegen habe.

Die ukrainische Wirtschaft befindet sich tief in der Krise. Binnen zwei Jahren sind 18 Milliarden Dollar aus dem Finanzsektor abgezogen worden. Dies hat die Landeswährung Hrywnia um 65 Prozent einbrechen lassen.

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