Deutsche Bank: Georg Thoma tritt zurück

Der Deutsche-Bank-Aufsichtsrat Georg Thoma tritt zurück. Wie das Unternehmen mitteilt, werde der Jurist sein Amt nach Ablauf einer einmonatigen Frist niederlegen. Als Mitglied des Integritätsausschusses scheidet er mit sofortiger Wirkung aus. Gründe für diesen Schritt wurden nicht genannt.

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Die Deutsche Bank teilt dazu am 28. April mit:

Georg F. Thoma hat die Deutsche Bank heute darüber informiert, dass er sein
Amt als Aufsichtsrat niederlegen wird. Gemäß Satzung endet seine Tätigkeit nach
Ablauf einer einmonatigen Frist zum 28. Mai 2016. Ferner wird er mit sofortiger
Wirkung den Vorsitz des Integritätsausschusses des Aufsichtsrats abgeben und
dem Gremium auch nicht mehr als Mitglied angehören.

Georg Thoma wurde im Jahr 2013 in den Aufsichtsrat gewählt, seine Amtszeit
hätte regulär 2018 geendet.

Paul Achleitner, Vorsitzender des Aufsichtsrats, würdigte die Arbeit Georg
Thomas in den vergangenen drei Jahren: „Wir danken Georg Thoma für das, was
er für die Deutsche Bank geleistet hat. Mit seiner großen juristischen Erfahrung
und seinem enormen persönlichen Engagement hat er sich um das Haus verdient
gemacht. Er hat Prozesse aufgesetzt, die für die Bank von großer Bedeutung sind
und die ihr weiter nutzen werden. Der Aufsichtsrat ist fest entschlossen, mögliche
Verfehlungen auch künftig konsequent aufzuarbeiten und daraus die Lehren für
die Zukunft zu ziehen.“

Der Nominierungsausschuss hat die Nachfolgesuche begonnen. Den
Integritätsausschuss wird vorübergehend die US-Juristin Louise M. Parent leiten,
die bereits seit 2014 im Aufsichtsrat sitzt. Unterstützt wird sie dabei von Johannes
Teyssen, ebenfalls Jurist und Mitglied des Aufsichtsrats.

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Alfred Herling sagte dazu: „Die
Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat danken Herrn Thoma für seinen großen
Einsatz und seine wichtige Aufbauarbeit. Wir werden auch künftig sämtliche
Untersuchungen gründlich und unabhängig von der Position der betroffenen
Personen führen.“

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