Verdacht: BER-Ingenieur soll vergiftet worden sein

Ein leitender Ingenieur am Berliner Flughafen BER ist offenbar Opfer eines Gift-Anschlages geworden. Dem Mitarbeiter soll eine unbekannte Substanz in den Kaffee gemischt worden sein. Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt.

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Nach Informationen der Bild-Zeitung sei der Ingenieur bei Arbeiten auf der Baustelle zusammengebrochen. Die Ärzte seien aber zunächst von einer Kreislaufschwäche ausgegangen. Erst einige Tage später förderte ein medizinisches Gutachten die Vergiftung zutage. Dem Opfer soll demnach eine „tödliche Substanz in den Kaffee“ gemischt worden sein. Mittlerweile habe sich der Mann aber erholt und sei wieder arbeitsfähig.

Bereits im Juni 2015 leitete die Staatsanwaltschaft Cottbus ein Verfahren wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Wer für die Tat infrage kommt, erscheint unklar. „Es gibt noch keinen konkreten Tatverdächtigen“, zitierte die Bild Anfang Mai einen Sprecher.

Beim Berliner Großflughafen BER finden sich wegen der politischen Chaos-Planung offenbar so ziemlich alle Elemente der Wirtschaftskriminalität. So haben unter anderem Baufirmen nach Betreiberangaben versucht, Kapital aus der Krise des Projekts zu schlagen. Der Leiter der Rechnungsprüfung der Flughafengesellschaft (FBB), Carsten von Damm, sprach im November 2015 von „Erpressungs-Situationen“. Firmen hätten sich nach der geplatzten Eröffnung 2012 beispielsweise gesträubt, zusätzliche Leute auf die Baustelle zu bringen, um ihren finanziellen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Bereits seit Sommer 2014 gibt es ein Experten-Team zur Korruptionsbekämpfung.

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