Ukraine verhängt Einreise-Verbot gegen Gorbatschow

Die Ukraine bezeichnet Michail Gorbatschow als Gefahr für die Staatssicherheit und verbietet ihm wegen seiner Meinung zur Krim-Krise die Einreise. Gorbatschow reagiert gelassen: Er wolle ohnehin nicht in die Ukraine reisen.

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Hans-Dietrich Genscher mit Michail Gorbatschow, Moskau 1993. (Foto: EPA/VITALY ARMAND)

Hans-Dietrich Genscher mit Michail Gorbatschow, Moskau 1993. (Foto: EPA/VITALY ARMAND)

Weil er das russische Vorgehen auf der Krim öffentlich unterstützte, darf der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow nicht mehr in die Ukraine einreisen. Gegen den 85-jährigen Friedensnobelpreisträger sei ein Einreiseverbot verhängt worden, teilte am Donnerstag der ukrainische Geheimdienst SBU auf Twitter mit. Dies geschehe „im Interesse der Staatssicherheit“.

Das Einreiseverbot soll den Angaben zufolge zunächst für fünf Jahre gelten. Es sei „vor allem wegen der öffentlichen Unterstützung für die Annexion der Krim“ ausgesprochen worden.

Gorbatschow hatte sich am Wochenende hinter das Vorgehen Moskaus gestellt. Er hätte genauso gehandelt, wenn er in einer vergleichbaren Situation gewesen wäre, sagte er der britischen Zeitung „Sunday Times“. „Ich bin immer für den freien Willen des Volkes und die meisten auf der Krim wollten mit Russland vereinigt sein.“

Das wegen dieser Aussagen ausgesprochene Einreiseverbot in die Ukraine nahm der 85-Jährige nun gelassen auf: „Ich reise nicht dahin und ich werde nicht dahin reisen“, sagte er der russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti.

 

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