Rewe will Coop übernehmen: Kartellamt warnt vor Konzentration bei Supermärkten

Auf Edeka und Tengelmann könnten nun Rewe und Coop folgen. Der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, hat angesichts der geplanten Übernahme nun vor einer weiteren Konzentration im Lebensmittelhandel gewarnt. Schon jetzt teilen sich die vier großen Ketten mehr als 85 Prozent des Marktes.

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Der Markt sei bereits „hoch konzentriert“, sagte Mundt dem Berliner Tagesspiegel. Mittlerweile teilten sich die vier großen Ketten Edeka, Rewe, Aldi und die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland zählen, mehr als 85 Prozent des gesamten deutschen Beschaffungsmarktes, sagte Mundt.

Sie seien auch auf den regionalen Absatzmärkten sehr stark. Bei der geplanten Übernahme von Coop durch Kaiser wolle sich sein Amt „wie bei Edeka/Kaisers Tengelmann auch hier die betroffenen regionalen Märkte ansehen“, kündigte Mundt an.

Mit Unbehagen sehe seine Behörde auch das Wachstum der großen Internetkonzerne wie Amazon, Facebook oder Google, berichtet die AFP. „Viele Nutzer ziehen wiederum neue Nutzer an“, sagte Mundt. Wichtige Bereiche der Internet-Ökonomie wiesen dadurch eine Tendenz hin zu einer Konzentration der Märkte und hin zu wenigen großen Unternehmen auf, kritisierte der Wettbewerbshüter.

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